Geschichte

Neues Buch lüftet Geheimnisse der Velberter Stadtgeschichte

Auf die Details kommt es an: Franz von Hagen weiß, was es mit der Brückeninschrift auf sich hat.

Auf die Details kommt es an: Franz von Hagen weiß, was es mit der Brückeninschrift auf sich hat.

Foto: Kristina Asbeck

50 spannende Geschichten aus der niederbergischen Heimat sind in Zusammenarbeit mit der WAZ erschienen. Von der Advents-Serie zur Buchreihe

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Warum trägt die Klosterstraße in Neviges den Spitznamen „Kaffeewasserstraße“? Was hat es mit den eisernen Zaunpfosten auf dem Rottberg auf sich? Und wo in der Stadt erinnert eine unscheinbare Inschrift an die Mobilmachungstage zu Beginn des Ersten Weltkriegs?

Das sind drei von insgesamt 50 Fragen, denen das Autorentrio Eva-Maria Bast, Mike Durlacher und Maira Schröer auf den Grund gegangen sind. Sie haben die Antworten für das Buch „Velberter Geheimnisse – Spannendes aus dem Niederbergischen mit Kennern der Stadtgeschichte“ zusammengetragen, das jetzt in Zusammenarbeit mit der WAZ erschienen ist. Interessierte Velberter, Langenberger und Nevigeser und Besucher können die Stadt mit dem Band aus der preisgekrönten Buchreihe „Geheimnisse der Heimat“ künftig noch besser kennenlernen.

Echte Insider und Experten

„Wir waren begeistert von der tollen Zusammenarbeit mit unseren Geheimnispaten“, erklärt Eva-Maria Bast, die vor sieben Jahren die Idee für das Konzept der „Geheimnisse“ hatte. Zu diesem gehört, dass heimatverbundene Velberter mit ihrem Expertenwissen im Buch zu Wort kommen und helfen, die Rätsel zu lösen, die hinter kaum beachteten Relikten stecken. „Es sind Leute dabei, die als echte Velbert-Insider bekannt sind. Aber wir haben auch mit vielen anderen Menschen gesprochen, die geheimnisvolle Geschichten kennen und damit bislang nicht in Erscheinung getreten sind“, sagt Mike Durlacher.

Mit Einheimischen Relikten auf den Grund gehen

Eigentlich wollte Eva-Maria Bast 2011 nur eine kleine Advents-Serie in der Tageszeitung machen: Täglich schrieb die Journalistin für den Lokalteil des Südkurier eine „Geheimnis-Geschichte“ und ging dabei mit Hilfe von sachkundigen Einheimischen verschiedenen Relikten auf den Grund, an denen die Menschen täglich vorbeilaufen, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Doch aus der 24-Tage-Serie wurde schnell eine erfolgreiche und inzwischen sogar preisgekrönte Buchreihe, zu der ab sofort auch der Band über Velbert gehört.

Lustige, traurige und unglaubliche Geschichten

Genau das macht den Reiz des Buches aus: dass bekannte und weniger bekannte Menschen aus Velbert, allesamt miteinander verbunden durch die Liebe zu ihrer Heimat, ihre Geschichten erzählen.

Was die Geheimnispaten über die Relikte, die noch heute zu sehen sind, zu erzählen hatten, war manchmal lustig, manchmal traurig und manchmal einfach nur unglaublich. Dabei hat das Autoren-Trio festgestellt, dass Velbert weit mehr zu bieten hat als Mariendom, Schloss Hardenberg und Bürgerhaus. Denn neben all den bekannten Sehenswürdigkeiten und Ereignissen entdeckten die Autoren ein Velbert, wie es geheimnisvoller nicht sein könnte.

Neues Wissen über Altbekannte Orte

Den Lesern Neues zu scheinbar Altbekanntem zu vermitteln und den Blick zu öffnen für die Schönheit, die sich oft im Kleinsten verbirgt – das ist es, was die Journalisten angetrieben hat. Sie sind vielfach fündig geworden: mit der Klosterstraße, in der einst heißes Teewasser für Pilger ausgeschenkt wurde, mit den Zaunpfosten, die aus Eisenbahnschienen bestehen und an die Kruppsche Nachtscheinanlage erinnern und mit der Inschrift an der Eisenbahnbrücke über den Hardenbergbach, die an den Beginn des Ersten Weltkriegs erinnert.

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