Stadtplanung

Neue Stadtplanerin hat ein Ohr für die Bürger in Neviges

Das ist mein neues Revier: Im Moment entdeckt Caroline Strughold noch jede Menges Neues in Neviges. Die 26-Jährige verstärkt das Team der Stadt Velbert im Fachbereich Stadtentwicklung.

Das ist mein neues Revier: Im Moment entdeckt Caroline Strughold noch jede Menges Neues in Neviges. Die 26-Jährige verstärkt das Team der Stadt Velbert im Fachbereich Stadtentwicklung.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Neviges.  Sie mag die Altstadt und freut sich darauf, sie wieder zu beleben. Caroline Strughold verstärkt bei der Stadt Velbert das Team Stadtentwicklung.

Sie ist neugierig, voller Energie und freut sich auf ihre neue Aufgabe: Die Raumplanerin Caroline Strughold (26) verstärkt seit dem 1. September bei der Stadt Velbert das Team im Fachbereich Stadtentwicklung. Ihr erster Eindruck von Neviges? „Sehr schön, ich mag die Altstadt. Die hat etwas sehr Eigenes, Individuelles.“ Und ja, natürlich sei es ziemlich ruhig in dem Wallfahrtsort. „Aber donnerstags vormittags, auf dem Markt, da ist schon richtig viel los.“

Das erste leere Schaufenster ist bunt

Und diese Beobachtung hat sie mit ihren Kollegen zu Taten animiert: So hatte sich der Fachbereich unter anderem vorgenommen, die leeren Schaufenster attraktiver zu gestalten. Wobei natürlich immer erstes Ziel ist, hier neue Mieter zu gewinnen. Doch so lange dies nicht der Fall ist, sollte der Laden nicht gar so trist und leblos aussehen. Ein erstes leeres Geschäft im unteren Bereich der Fußgängerzone ist schon mal ein Lichtblick: Große Tafeln in poppigen, fröhlichen Farben rühmen die Vorzüge des Wochenmarktes. Ein Anfang ist gemacht.

Interesse am Fassadenprogramm

Positiv überrascht zeigt sich die Caroline Strughold von dem großen Interesse der Eigentümer am Nevigeser Fassadenprogramm, das sie zusammen mit ihren Kollegen betreut. „Wir hatten schon viele Anrufer, die Leute wollen sich natürlich erstmal richtig informieren.“ Alle Eigentümer einer Altstadt-Immobilie, deren Häuser seit mindestens zehn Jahren keinen neuen Anstrich bekommen haben, können bei dem Programm Geld beantragen. Insgesamt stellen Bund und Land im Rahmen des Förderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ 100.000 Euro zur Verfügung.

Gejobbt im Planungsbüro

Die Aufgabe im Fachbereich Stadtentwicklung ist die erste feste Stelle der 26-Jährigen, die in einer Kleinstadt in Ostwestfalen aufwuchs und gerade an der Uni Dortmund ihr Studium Raumplanung abgeschlossen hat. Eine Menge praktische Erfahrung hat sie aber dennoch schon gesammelt. „Ich habe während meines Studiums fünf Jahre bei einem Dortmunder Planungsbüro gearbeitet“, erzählt Caroline Strughold, die im Moment noch jeden Tag von Dortmund nach Velbert fährt. Findet sie hier eine schöne Wohnung, will sie aber gern umziehen. Zurzeit nutzt sie jede Gelegenheit, ihr neues berufliches Umfeld Neviges besser kennenzulernen, nahm zum Beispiel bei dem Rundgang der Stadt teil zum Thema „Wie seniorenfreundlich sind Wege und Straßen in Neviges?“

Kontakte sind zurzeit schwierig

Gern würde sie direkt mit Bürgern ins Gespräch kommen, was sie sich wünschen, wie sie ihren Stadtteil sehen – doch das ist jetzt in der Corona-Krise und dazu durch die neuen Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Auch gemeinsame Rundgänge mit Bürgern kann es zurzeit nicht geben. „Aber man kann mich auf jeden Fall anmailen, Fragen oder Anregungen schreiben.

Die zurzeit steigenden Infektionszahlen zwingen Caroline Strughold auch, ihre Freizeit ein wenig umzuplanen. „Ich schaue mir gern andere Städte an, das ist ja im Moment auch etwas schwierig.“ Bei ihren Touren nehme sie immer auch Ideen mit. „Wenn man Raumplanung studiert, hat man einfach die Brille auf.“ Die eine oder andere Anregung kommt dann vielleicht auch der Altstadt von Neviges zugute.

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