Wirtschaft

Neue Maschine für Kaiser Werkzeugbau

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Der Werkzeugbauer hat in eine hydraulische Probierpresse investiert. Damit können die eigenen Produkte nun im Haus getestet werden.

Als der Großvater von Wolfgang Kaiser 1935 eine Firma für Werkzeugbau gründete, da wurden die fertigen Produkte noch mit einer Handspindelpresse getestet. Bis zu 20 Tonnen betrug der Druck, der damit ausgeübt werden konnte. 80 Jahre später ist der Urenkel des Gründers in der Verantwortung. Und seine neueste Errungenschaft – eine so genannte hydraulische Probierpresse – arbeitet mit bis zu 600 Tonnen Druck.

„Bislang haben wir unsere Werkzeuge direkt beim Kunden getestet“, erläutert Felix Kaiser. Nicht schön, da der Kunde in dieser Zeit die Maschine nicht nutzen kann. Alternativ wurden Zeiten auf einer Probierpresse gemietet. Beides keine zufriedenstellenden Möglichkeiten. „Und weil die Werkzeuge auch immer größer und umfangreicher werden, war die Anschaffung einer eigenen Maschine der logische Schritt.“

Baubeginn im Mai

Es gab nur ein Problem: Das Ungetüm – drei Mal vier Meter Fläche, fünfeinhalb Meter hoch, 55 Tonnen schwer – passte in keine Halle. Gut, dass es auf dem Grundstück von Kaisers am Burgfeld noch Platz gab. „Wir haben gleich eine komplett neue Halle für die Maschine mit angebaut.“ Einen Namen hat der Neubau auch bekommen: „Try Out Center“, denn hier werden künftig neue Werkzeuge ausprobiert.

Spannender Aufbau

Und außerdem, ergänzt Felix’ Vater Wolfgang Kaiser, „haben wir damit gleich mehrere Probleme auf einmal gelöst.“ Denn das Tor zur neuen Halle sei wesentlich größer und höher, somit könnten nun auch größere Werkzeuge an einem Stück verladen werden. „Und Lkw können bis ans Tor ran fahren.“

Die Planungen begannen bereits 2016, Baubeginn war dann im Mai diesen Jahres, Ende August wurde die Maschine angeliefert. „Das war spannend“, erinnern sich Felix und Wolfgang Kaiser, die den Aufbau der Presse fotografisch dokumentieren ließen. „Zwei Lastkräne haben die Maschine erst aufgerichtet, dann wurde sie in die Halle gerollt und befestigt.“ Erst danach kam auch die Hydraulikanlage hinzu. „Wir sind jetzt viel flexibler“, freut sich Felix Kaiser, „und wir heben uns auch von den Wettbewerben ab. Denn meines Wissens gibt es kaum Unternehmen unserer Größe, die so eine Presse besitzen.“

Maschine soll auch vermietet werden

Profitieren sollen von der Investition auch andere Werkzeugbauer aus der Region, denn die sollen sich künftig Zeiten auf der Maschine mieten können. Über das Internet (Adresse der Homepage in der Infobox) können Interessierte dazu Kontakt zu Kaiser aufnehmen.

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