Führung

Nachts im Velberter Schlossmuseum

Nachts sieht es im Schloss- und Beschlägemuseum ganz anders aus – und es ist auch viel unheimlicher.

Foto: Uwe Möller

Nachts sieht es im Schloss- und Beschlägemuseum ganz anders aus – und es ist auch viel unheimlicher. Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Kids entdeckten Trickschlösser, Gefängniszellen und Kassen bei der Taschenlampenführung durch das Schloss- und Beschlägemuseum.

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Wenn im Schloss- und Beschlägemuseum die Lampen ausgehen, beginnt für Gertraude Schulz von Museumssecure der Arbeitstag. Mit Taschenlampe, Handschellen und Cap dreht sie Nacht für Nacht ihre Runden, um die wertvollen Exponate vor Langfingern zu schützen. Zur Unterstützung hat sie dieses Mal direkt eine ganze Gruppe kleiner Spürnasen mit dabei, die nicht nur nach Recht und Ordnung schauen, sondern auch, ob sie nicht selbst das eine oder andere Schloss geknackt bekommen.

Wenn die Tiere lebendig werden

Marie (10), Leonie (9), Benjamin (9), Maya (8), Jason (8) und Emilia (7) warten aufgeregt darauf, dass Gertraude Schulz sie mit auf ihre Tour nimmt. Alle haben natürlich an das Wichtigste überhaupt gedacht: Eine Taschenlampe. Marie hofft, „dass hier auch Tiere lebendig werden, wie in dem Kinofilm.“ Benjamin freut sich mehr darauf, „hier auch einmal abends im Dunkeln sein zu können“, denn bei Tag kennt er die Ausstellung bereits. Maya weiß auch, dass auf die Gruppe heute etwas ganz Besonderes wartet: „Im Dunkeln kann man sich nämlich viel schneller erschrecken.“ Darauf, dass sie vielleicht einen Einbrecher stellen können, freut sich Leonie.

Doch zum Glück ist es ruhig in der Ausstellung, Zeit genug, damit die Securityfachfrau die Kids in die Geheimnisse von unterschiedlichsten Schlössern einweihen kann.

Schlösser knacken

Denn egal ob Mittelalter oder Neuzeit, Langfinger gab es schon immer – und auch den Wunsch, sich vor diesen bestmöglich zu schützen. Mit drei Schlüsseln begeben sich die Kids auf die geheimnisvolle Reise durch Jahrtausende der Schließtechnik, sie versuchen, Trickschlösser zu knacken, Kassen zu öffnen und stellen fest, dass einige Menschen ganz schön erfinderisch waren, um sich vor Dieben zu schützen.

Den Gummibärchenschatz gefunden

Doch auch die Neuzeit ist nicht weniger spannend. Vor der Gefängnistür weichen die Kids ein wenig zurück. Maya darf sie schließlich öffnen. Erschrocken weicht sie einen Schritt zurück. „Jetzt habe ich mich aber ganz schön erschrocken“, ruft sie. Dabei war hinter der Tür doch nur ein kleiner Goldgummibärchenschatz versteckt.

Schlösser aus alter und neuer Zeit

Auch an der Überwindung ausgefeilter Lasertechnik dürfen sich die Kids noch probieren und staunen schließlich über das Ausbruchswerkzeug, dass extra für sie heute aus dem Archiv des Museums hervorgeholt wurde. In einer Kiste, die als Buch getarnt ist, ist beispielsweise das Einbruchswerkzeug gut versteckt. Und dann hören die Kids auf einmal etwas in der unteren Etage des Museums. Sind das endlich die Einbrecher? Doch leider sind es nur die Eltern, die ihre Kids, deren Wangen vor Aufregung mittlerweile ganz rot sind, abholen. „Das war total spannend“, ist Emilia begeistert. „Aber eins hat gefehlt, wir haben nur Schlösser aufgeschlossen, wie man die knackt, wurde uns nicht gezeigt.“

Das bleibt dann wohl mit gutem Grund ein Geheimnis des Museums-Sicherheitsdienstes.

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