Ermittlungen ruhen

Mysteriöser Todesfall in Velbert: Mordkommission aufgelöst

Der Tote wurde in einem Mehrfamilienhaus an der Mettmanner Straße entdeckt.

Der Tote wurde in einem Mehrfamilienhaus an der Mettmanner Straße entdeckt.

Foto: Uwe Möller (Archiv)

Velbert/Wuppertal.   Auch ein Sturz könnte den Tod eines 63-Jährigen in der eigenen Wohnung in Velbert verursacht haben. Polizei schöpft alle Ermittlungsansätze aus.

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Unter welchen Umständen ein 63-jähriger Frührentner in seiner Wohnung an der Mettmanner Straße ums Leben gekommen ist, wird wohl niemals endgültig geklärt werden können. Der Todesfall Jackie D. wird damit bleiben, was er von Anfang an war: mysteriös. Nach den ersten Ermittlungen und vor allem nach der Obduktion des Leichnams, den Bekannte am 5. Oktober entdeckt hatten, hatte die Polizei ein Tötungsdelikt noch für wahrscheinlich gehalten. Inzwischen sagt die zuständige Wuppertaler Staatsanwältin: „Wir sind nicht sicher, ob es ein Verbrechen oder ein Unglücksfall war.“

Die schweren inneren Verletzungen, an denen D. starb, könnten sowohl Ursache eines Sturzes wie auch äußerer Gewalteinwirkung gewesen sein. Die nach dem Fund des Toten eingesetzte Mordkommission „Mettmanner“, die den Fall intensiv bearbeitet hatte, ist bereits aufgelöst worden. „Wir haben keine Ermittlungsansätze mehr“, sagt die Staatsanwältin. Auf Aufrufe der Polizei hin hatten sich ohnehin nur wenige Zeugen gemeldet. Vor allem die letzten Tage und Stunden im Leben des Frührentners ließen sich so nur schwer rekonstruieren. Eine heiße Spur mit Blick auf mögliche Verdächtige fand die Polizei nicht.

Der zurückgezogen lebende und bereits sehr kranke D., der auch zu seiner Familie kaum noch Kontakt hatte, war am 1. Oktober zuletzt lebend gesehen worden. Der genaue Todeszeitpunkt ließe sich nicht eingrenzen, so die Staatsanwaltschaft. Der 63-Jährige könnte also über einen längeren Zeitraum sterbend oder tot in seiner Wohnung gelegen haben. Woran D. genau starb, verraten die Ermittler bis heute nicht. Sollte es doch kein natürlicher Tod gewesen sein, würde es sich dabei um Täterwissen handeln. Endgültig geschlossen ist die Akte noch nicht. Sie käme nun in regelmäßigen Abständen auf Wiedervorlage, heißt es.

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