Kultur

Musiker begeistern Zuhörer mit Irish Folk im Bürgerhaus

Im Historischen Bürgerhaus Langenberg spielte auch die Band ‘Socks in the Frying Pan’.

Im Historischen Bürgerhaus Langenberg spielte auch die Band ‘Socks in the Frying Pan’.

Foto: Ulrich Bangert

Langenberg.   Zum zweiten Mal gastierte das Irish Folk Festival in Langenberg. Die insgesamt 14 Künstler brachten das Publikum im Saal zum Tanzen.

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Wer an Irish Folk denkt, dem klingen Fiddle, Akkordeon und irischer Dudelsack im Ohr. Doch dass die Musik von der grünen Insel eben nicht in Schubladen passt, sondern viele verschiedene Facetten hat, das zeigten 14 junge Künstler beim 44. Irish Folk Festival am Freitagabend im Historischen Bürgerhaus. Zum zweiten Mal gastiert das Festival in Langenberg, und unter dem Motto Great Escape entführten die Musiker das Publikum ganze drei Stunden lang auf eine musikalische Reise nach Irland.

„Oftmals werden Musikstile in Schubladen gesteckt“, sagt Petr Pandula, Moderator und künstlerischer Leiter des Festivals, bei seiner Begrüßung. „Aber eigentlich ist nichts typisch irisch“, die Musik schon gar nicht nur klischeehaft, erzählt Pandula mit einem Augenzwinkern, steckt er selbst in einem saftig grünen Kleeblatt-Anzug. Zum ersten Mal an diesem Abend räumt er dann die Bühne für eine Künstlerin, die im Irish Folk selbst ihre ganz eigene Nische gefunden hat.

„Es sieht ein bisschen aus wie Hogwarts“

Emma Langford verzaubert das Publikum mit ihrer warmen, klaren Stimme, sich selbst nur mit der Gitarre begleitend. Ein Zauber, der vielleicht sogar ein bisschen dem Bürgerhaus zu verdanken ist: „Es sieht hier ein bisschen aus wie in Hogwarts“, findet die irische Sängerin, „aber wunderschön.“

„Irish Folk – frisch gezapft“, wie Pandula ankündigt, gaben im Anschluss die ‘Socks in the frying Pan’ zum Besten. Die drei jungen Musiker spielen an Fiddle, Akkordeon und Gitarre und laden damit zum Träumen ein. Schließt man die Augen, schwebt man bei den anfangs seichteren Tönen über die Weiten der Insel, bis man schließlich unter dem immer schneller werdenden Rhythmus gefühlt durch eine Tür in einen irischen Pub geschleudert wird.

Die Bühne bebt

Was für die Ohren, aber auch die Augen, boten im Anschluss die Fusion Fighters, die mit ihrem Stepptanz die Bühne zum Beben brachten. Begleitet von Nicole Longergan an der Fiddle, war das Publikum im großen Saal kaum noch ruhig auf ihren Stühlen zu halten.

Als die fünf Jungs von Cúig schließlich auf der Bühne spielten und auch noch zum Tanz aufforderten, stürmten vor allem die Frauen im Publikum die Tanzfläche, wirbeln vor der Bühne hin und her. Selbst auf der Empore schwingen die ersten Besucher das Tanzbein. Krönender Abschluss des Abends war dann der gemeinsame Auftritt aller Künstler, hier durfte das Publikum auch mitsingen: Bei einem Ständchen zum Geburtstag von Sängerin Emma Langford.

Erste Deutschversuche

Übrigens versuchten sich alle irischen Künstler wenigstens an ein paar Brocken Deutsch, doch hier wiederum lässt dann doch das Klischee grüßen, als Miceál Mullen von Cúig stolz verkündet: „Ich habe geübt und kann jetzt Bier und Currywust bestellen.“

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