Sport und Buch

Moderator Ulli Potofski begeistert Velberter Publikum

Ulli Potofski begeisterte seine jungen und erwachsenen Zuhörer bei der Lesung in der Aula in Birth.

Ulli Potofski begeisterte seine jungen und erwachsenen Zuhörer bei der Lesung in der Aula in Birth.

Foto: Carsten Klein

Velbert-Mitte.  Moderator Ulli Potofski erzählte den jungen Fußballern vom TV Dalbecksbaum viele Geschichten und las aus seinen Büchern vor.

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Ulrich Potofski – Das ist ein Name, der für die Kinder nichts und für die Erwachsenen eine ganze Sportära verkörpert. Als der Moderator dann aber damit beginnt, Stapel von Büchern auf dem Tisch in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zu verteilen, ist die Neugier der jungen Fußballer vom TV Dalbecksbaum aber schon geweckt.

Die Teufelskicker auf CD

„Kennt ihr die Teufelskicker?“, fragt Potofski die Schar, während er einige der grünen CDs hervorholt. „Das bin nämlich ich.“ Mit diesen Worten erobert er sogleich die jungen Fußballerherzen, die mit seiner Erzählerstimme im Ohr aufgewachsen sind. Und auch den Erwachsenen wird klar, dass „Ulli“ Potofski weit mehr kann als nur Sport zu moderieren, denn heute liest Ulli Potofski beim TVD.

Potofski erzählt mehr als er liest

Aber eigentlich liest er gar nicht richtig, sondern erzählt die Geschichten seiner Bücher einfach nach, um beim dramatischsten Punkt einfach aufzuhören. Mit Messi in der Playstation, wunderlichen Voraussagen des WM-Finales und Voodoo-Puppen unterhält er das gebannt lauschende Publikum. Dazu untermalt er seine Erzählungen mit vielen Gesten und faszinierenden Geräuschen.

Mit der Mannschaftskasse herumgegangen

„Beim Fußballspielen braucht man nicht nur was in den Beinen, da braucht man auch etwas im Kopf“, findet Stefan Thiele vom Jugendvorstand des TVD, und da helfe natürlich das Lesen. In letzter Zeit sei die Jugendabteilung rasant gewachsen und darum habe man beschlossen, den Kids mehr als nur Fußball zu bieten. „Wir hatten schon einige Aktionen, aber das hier ist natürlich mal etwas ganz anderes“, so Thielen. Außerdem hätten sich die Jungs den Besucher selbst verdient, indem sie wochenlang mit der Mannschaftskasse herumgegangen seien.

Pudel und Locke

Neben „erster moderierender Pudel“ wurde Potofski aber auch „Locke“ genannt, ein Name, der ihn zu einer ganzen Kinderbuchreihe inspiriert hat. Da geht es aber nicht nur um Fußball, sondern auch um seine Freundin Eva, merkwürdige Schuhmacher und schwarze Tigerköpfe. Dann darf der zehnjährige Luca mit auf die Bühne und kann sich selbst einmal als Fernsehmoderator erproben. Unter der Anleitung des Profis moderiert er Lockes aufregendes Endspiel und bekommt zur Belohnung das passende Hörspiel geschenkt. Beim zweiten Luca, der auf die Bühne gerufen wird, übt sich Potofski auf dem Gebiet der Hypnose, so dass dieser selbst zu Locke wird und ein unterhaltsames Interview mit dem Moderator führt. Nur eins steht für Luca fest: Heiraten möchte er Eva auf gar keinen Fall.

Auftritte in Schulen

Potofski ist fast wöchentlich an Schulen und Vereinen zu Besuch und für ihn sind sein Leben als Moderator und seine Tätigkeit als Kinderbuchautor zwei völlig getrennte Welten. „Autor zu sein ist gar nicht so einfach wie man vielleicht denkt und vielleicht bin ich auch kein besonders guter“, meint er, aber dafür könne er Geschichten erzählen. Und das tut er auch aus voller Überzeugung, denn er möchte den Kindern Freundschaft, Toleranz und Lebensfreude vermitteln. „Denn Lebensfreude ist bei Kindern nicht so selbstverständlich, wie es scheinen mag“, behauptet Potofski, der oft auf Kinder mit Problemen oder einer gestörten Fantasie treffe. Playstation und ähnliches trügen ihren Teil dazu bei.

Mit Witz und Charme

Mit Witz und Charme führt Potofski Kinder und Erwachsene gleichermaßen durch seine Erzählungen. „Ein bisschen davon ist wahr, ein bisschen ist erfunden“, erklärt er mit einem Schulterzucken. Zum Abschluss ruft er das Publikum noch zu einem Rap auf, denn im Laufe seiner Tour möchte er 60.000 Stimmen aufnehmen, um einen Weltrekord aufzustellen. Und was die Kinder rufen ist doch ganz klar: „Locke, Locke, Locke bleibt am Ball!“

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