Umwelt

Mit veganer Pizza und Cupcakes gegen die Klimakatastrophe

Sie kochten jetzt gemeinsam: . vl.n.r. Lukas Krönke, Esther Kanschat, Can Kulakci, Topenga Tüblüker, Noelle Fügler, Finn Knoll, Erik Knoll, Samuel Eickmann.

Sie kochten jetzt gemeinsam: . vl.n.r. Lukas Krönke, Esther Kanschat, Can Kulakci, Topenga Tüblüker, Noelle Fügler, Finn Knoll, Erik Knoll, Samuel Eickmann.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Jugendliche von Veganer Ernährung überzeugen, das ist eines der Ziele der Fridays for Future-Gruppe Velbert. Jetzt gab’s den ersten Kochtreff.

Die Fridays for Future Ortsgruppe in Velbert möchte Kinder und Jugendliche für vegane und vegetarische Ernährung begeistern und hat dazu eine gemeinsame Koch-Aktion in der Villa B veranstaltet. Auf dem Speiseplan standen vegane Pizza, vegane Schokomousse und falls jemand schon während des Kochens von Hunger übermannt wird, konnte er zwischendurch ein paar vegane Erdbeer-Schoko-Cupcakes naschen.

Vegetarische und vegane Ernährung schon Klima und Umwelt

Wer in seinem eigenen Leben bereit für Veränderungen ist, um den Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen, kann gut bei der eigenen Ernährung ansetzen. Wer wenigstens einige Tage in der Woche vegetarisch isst, schont Klima und Umwelt – dass man dabei sowohl Spaß haben kann, als auch geschmacklich auf seine Kosten kommt, zeigt die FFF-Aktion.

Neun FFF-Mitglieder haben sich für den Veggie-Day getroffen: Der Jüngste in der Runde ist Finn Knoll mit 13 Jahren, das älteste Mitglied ist die Lehrerin und Velberter Politikerin Esther Kanschat. In der Gruppe ist jeder willkommen, egal welchen Alters, denn „Klimaschutz geht jeden etwas an“, sagt Samuel Eickmann, einer der Sprecher der Gruppe. Andere Teilnehmer sind noch nicht gekommen, aber davon lässt sich die Gruppe nicht abschrecken und beginnt schon mal mit dem Kochen.

Bereits drei Demonstrationen in Velbert

Seit sich die Gruppe am 14. Juni gebildet hat, haben sie schon zwei erfolgreiche Freitagsdemonstrationen in Velbert ins Leben gerufen und bei einer weiteren Demonstration gegen die Bebauung des großen Feldes mitgewirkt: „Bei unserer ersten Demo waren wir 400 Leute. Die zweite Demo haben wir extra in den Ferien veranstaltet, um Kritikern zu beweisen, dass wir nicht nur Schulschwänzer sind. Dabei waren wir dann immerhin noch 250 Leute. Wenn man bedenkt, dass in der Ferienzeit auch viele im Urlaub sind, ist das noch eine ganze Menge.“, erzählt Noëlle Fügler aus dem Delegiertenteam.

In der Schulzeit können sie auch besser auf die Demonstrationen aufmerksam machen, durch Plakate und Flyer, die sie in den Schulen aufhängen und verteilen. Sie haben aber auch schon in der Innenstadt Flyer verteilt und in Briefkästen geworfen: „Wir wollen ja nicht nur Schüler erreichen“, so Eickmann.

Der Veggie-Day ist jedoch ihre erste Aktion dieser Art: „Wir wollen uns jetzt mehr auf Freizeitaktivitäten konzentrieren. Zum Beispiel planen wir auch für die Herbstferien ein Freizeitprogramm“, erzählt Can Kulakci. „Die Freitagsdemonstrationen sind wichtig, aber wir wollen durch die Freizeitaktionen zeigen, dass wir mehr können, als nur zu meckern“, ergänzt Fügler.

Forderungskatalog an die Stadt für besseren Klimaschutz

Der nächste Schritt für die Velberter Ortsgruppe ist die Veröffentlichung eines Forderungskataloges bei der, am 17. September, geplanten Demonstration. Bisher haben sie schon 12 Forderungen an die Stadt zur Verbesserung des Klimaschutzes ausgearbeitet, „bis zur Veröffentlichung werden jedoch noch weitere folgen“, versichert die Gruppe. Bei einer Kundgebung vor dem Rathaus werden diese dann vorgetragen.

Zwei Forderungen verraten sie schon im Voraus: Sie fordern mehr E-Ladestationen in Velbert und wollen Dachbegrünung auf Bushaltestellen und insektenfreundliche Begrünung auf Verkehrsinseln

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