Bundestagswahl 2021

Mettmann II: Beyer (CDU) verteidigt Direktmandat knapp

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Kerstin Griese (SPD/links) konnte den Wahlkreis nicht direkt gewinnen, wird aber wegen ihres guten Listenplatzes trotzdem wieder in den Bundestag einziehen.

Kerstin Griese (SPD/links) konnte den Wahlkreis nicht direkt gewinnen, wird aber wegen ihres guten Listenplatzes trotzdem wieder in den Bundestag einziehen.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert.  Hochspannung am Wahlabend: Der bisherige Mandatsträger und die SPD-Kandidatin lagen lange gleichauf. Eine weitere Kandidatin zieht nach Berlin.

Es waren ein spannender Wahlabend und ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch am Ende der Zitterpartie hat der CDU-Politiker Peter Beyer sein Direktmandat verteidigt und den Wahlkreis Mettmann II erneut direkt gewonnen. Kerstin Griese (SPD) lag nur einige hundert Stimmen hinter Beyer. Wegen ihres guten Listenplatzes bleibt sie dennoch Bundestagsabgeordnete

Ophelia Nick reist nach Berlin

Der hiesige Wahlkreis entsendet aber sicher noch eine weitere Vertreterin in den Bundestag: Ophelia Nick (Grüne) zieht dank ihres guten Listenplatzes ebenfalls ins Parlament. „Ich bin super glücklich“, so Ophelia Nick, die schon am Montagvormittag im ICE gen Berlin fährt. „Ich habe ja immer gesagt, alles über 14 Prozent ist gut, und so sieht’s aus.“

Auch die Liberale Jessica Denné-Weiß hat noch Chancen auf ein Ticket nach Berlin. Auch bei den Zweitstimmen gab es im Wahlkreis ME II ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU. Die Grünen erreichten den dritten Platz, die FDP kam auf Platz vier.

Velberter waren für Griese

Die Velberter Wähler haben sich hingegen sehr deutlich für Griese als Direktkandidatin ausgesprochen und auch ihre Zweitstimmen mehrheitlich der SPD gegeben. Die Grünen legten in Velbert ebenfalls spürbar zu, und auch die Liberalen schnitten zweistellig ab.

Zuversicht bei der SPD

Dabei war die Stimmung bei der SPD gedämpft-abwartend, die Mienen durchaus zuversichtlich: So die Lage bei der SPD-Wahlparty in der Jugendherberge Buschberg. „Schon ein supertolles Ergebnis“, kommentiert Rainer Hübinger bei der ersten Prognose, die 25 Prozent für seine Partei bundesweit anzeigte. „Ich sehe keinen Regierungsauftrag für eine GroKo“, sagte der Stadtverbandschef, schon immer ein Kritiker einer solchen Verbindung. „Da bleibt für uns ja nur die Ampel übrig oder die CDU macht Jamaika.“ Seine persönliche Wunschkonstellation? „Rot-rot-grün!“ Die SPD freut sich natürlich auch über ihr gutes Abschneiden in Velbert. Die Partei hat ihr Ergebnis im Vergleich zu der Wahl 2017 noch deutlich verbessern können.

„Das muss man respektieren. Die Velberter haben sich mehrheitlich für Kerstin Griese entschieden“, sagt Burghardt Fülling, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, zu dem lokalen Geschehen. „Das ist demokratisch, und das ist dann eben so.“

Wahlbeteiligung lag höher

Die Wahlbeteiligung in Velbert lag diesmal mit 75,4 etwas höher als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. Damals stimmten 74,9 Prozent der wahlberechtigten Velberter ab. Diese Zahl war am Sonntag bereits um 17 Uhr überschritten worden. Besonder auffällig war die hohe Zahl der Briefwähler in der Schlossstadt. 37,48 Prozent der Wahlberechtigten hatten dieses Mal davon Gebrauch gemacht.

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