Handel und Wirtschaft

Markthalle soll die Innenstadt von Neviges beleben

Helmut Wulfhorst (l.) und Thomas Bellers, Vorstand der Werbegemeinschaft Neviges, vor dem leerstehenden Ladenlokal Rossmann. Hier wünschen sie sich eine Markthalle für Lebensmittel.

Helmut Wulfhorst (l.) und Thomas Bellers, Vorstand der Werbegemeinschaft Neviges, vor dem leerstehenden Ladenlokal Rossmann. Hier wünschen sie sich eine Markthalle für Lebensmittel.

Foto: Uwe Möller

Neviges.  Die Werbegemeinschaft will Neviges attraktiver machen und die Nahversorgung sicher stellen. Der Vorstand denkt hier an ein Modell aus Frankreich.

Ein Bäcker, ein Metzger und drumherum weitere Händler, die frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel anbieten. Das wünschen sich Thomas Bellers und Helmut Wulfhorst, Vorstand der Werbegemeinschaft Neviges, um wieder mehr Menschen in die Altstadt zu locken und die Nahversorgung zu verbessern. Ein hoffnungsvolles Mosaiksteinchen sei da der neue Feierabend-Treff „Meet and Eat“ jeden ersten Freitag im Monat, die Premiere kam bei den Nevigesern bestens an. Dennoch: „Die wichtigste Voraussetzung, um die Innenstadt zu beleben, ist eine vernünftige und gut funktionierende Nahversorgung“, sagt der zweite Vorsitzende Helmut Wulfhorst und hat da auch schon eine Idee: eine Markthalle mitten im Ort. „Wenn ich in Frankreich bin, fällt mir das immer wieder auf, die gibt es da in jeder kleinen Stadt.“ In Neviges, so der Apotheker und 1. Vorsitzende Thomas Bellers, könnten das leerstehende Rossmann-Ladenlokal oder auch das ehemalige Kaufhaus Gassmann dafür ein guter Ort sein.

Die Händler könnten eine GmbH gründen

Die Werbegemeinschaft sieht sich bei dem Projekt als Initiator, um Interessenten zu finden, die diese Markthalle betreiben – und dann im besten Fall vielleicht sogar eine GmbH gründen. „Wir suchen Leute, die bereit sind, eine Summe X zu finanzieren und in das Projekt einzusteigen“, sagt der Reisebüro-Kaufmann Helmut Wulfhorst, der vor allem das ehemalige Rossmann-Ladenlokal als Örtlichkeit einer Markthalle favorisiert. Hier habe es in der Vergangenheit bereits einen Supermarkt gegeben. „Die Kühlräume müssten noch vorhanden sein, ist natürlich die Frage, in welchem Zustand.“

Eine Gruppe von Geschäftsleuten, die gemeinsam die Markthalle betreiben, das sehen die beiden als einzige Chance, mitten in Neviges qualitativ hochwertige Lebensmittel anzubieten. Denn den Versuch, einzelne Geschäftsleute in die Fußgängerzone zu locken, mussten sie bald desillusioniert aufgeben: „Wir haben ja schon mit einigen Bäckereien gesprochen. Aber die Filialisten fragen nach der Fußgänger-Frequenz, auch nach Parkmöglichkeiten, die wollen gute Zahlen“, so Helmut Wulfhorst, und Thomas Bellers wirft ein: „Die Anforderungen an den Vermieter sind hoch, andererseits soll die Miete gering sein.“

Ehemaliges Kaufhaus Gassmann ist frisch renoviert

Schon einmal hatte die Werbegemeinschaft versucht, den Nevigesern ein Sortiment all jener Sachen anzubieten, die man im Alltag so braucht: Als Anfang Januar Gassmann schloss – hier bekam man bekanntlich wirklich alles – und damit eine weitere schmerzhafte Lücke im Herzen von Neviges klaffte, wollte man gemeinsam mit mehreren Investoren das Kaufhaus am Leben halten. „Wir führten Gespräche, das scheiterte an dem zu hohen Investitionsvolumen, auch der Warenbestand war hoch“, erinnert sich Thomas Bellers. Claus Murjahn, Besitzer der Gassmann-Immobilie, hat das ehemalige Kaufhaus mit 380 Quadratmetern im Erdgeschoss und 185 Quadratmetern in der ersten Etage frisch renoviert. Schön hell sieht es schon jetzt aus, nun fehlt nur noch Leben.

>>INTERESSENTEN BITTE MELDEN

  • Der Vorstand der Werbegemeinschaft sieht sich bei der Ansiedlung einer Markthalle nicht nur als Initiator, sondern könnte Interessenten auch beraten und begleiten. Diese können sich in der Schwanen-Apotheke an Thomas Bellers wenden, Telefon (02053) 2218, oder im Nevigeser Reisebüro an Helmut Wulfhorst, (02053) 50 11 085.

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