Tötungsdelikt

Mann in Velbert tot aufgefunden – Mordkommission ermittelt

In einen Mehrfamilienhaus an der Mettmanner Straße in Velbert hat die Polizei eine Leiche gefunden. Nach der Obduktion gehen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus.

In einen Mehrfamilienhaus an der Mettmanner Straße in Velbert hat die Polizei eine Leiche gefunden. Nach der Obduktion gehen die Ermittler von einem Gewaltverbrechen aus.

Foto: Uwe Möller

Velbert.   63-jähriger Velberter wird tot in seiner Wohnung gefunden. Obduktion des Leichnams stärkt den Verdacht der Ermittler auf ein Gewaltverbrechen.

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Eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Düsseldorf und der Kreispolizei Mettmann ermittelt derzeit auf Hochtouren, wie, wann und warum ein Mann aus Velbert ums Leben gekommen ist. Bekannte hatten Jackie Alfons Depuyt bereits am vorvergangenen Freitag (5. Oktober) in seiner Wohnung an der Mettmanner Straße in Velbert-Mitte tot aufgefunden, wie die Behörden erst am Mittwoch (17.10.) berichteten. Er wurde nur 63 Jahre alt. Für die Polizei war die Todesursache zunächst unklar. Routinemäßig wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, in dessen Zuge auch eine Obduktion des Leichnams angeordnet wurde.

Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen stützen den Verdacht, dass der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Die Polizei geht davon aus, dass der 63-Jährige die schweren inneren Verletzungen, an denen er letztlich starb, bereits am Montagmorgen (1.10.) oder noch früher erlitten hatte. Den genauen Todeszeitpunkt kennen die Ermittler noch nicht. Um den zu herauszufinden, stehen noch weitere Untersuchungen an. Der Velberter könnte also nach jetzigem Stand über einen längeren Zeitraum sterbend in seiner Wohnung gelegen haben.

Am Montagmorgen zuletzt lebend gesehen

Fakt ist, dass er an diesem Montagmorgen zuletzt lebend gesehen gesehen worden war. Allerdings ließen sich die letzten Stunden und Tage im Leben Depuyts schwer rekonstruieren. Der gebürtige Velberter, der nach Polizeiangaben zuletzt arbeitslos war, lebte allein, offenbar sehr zurückgezogen und hatte scheinbar kaum Kontakte zu anderen Menschen. Zudem hatte er starke gesundheitliche Probleme. Zwar hatte er familiäre Verbindungen, aber auch dort wenig Kontakt. Eine Foto des Toten konnte die Polizei mit Einverständnis der Familie veröffentlichen.

An seinem Wohnort, der Mettmanner Straße, ging am Mittwoch alles seinen gewohnten Gang. Keine niedergelegten Blumen oder Kerzen am Hauseingang erinnern an den Verstorbenen. Erst im Wohnhaus deutet die versiegelte Tür auf einen möglichen Tatort hin. Die Polizei hat Beweise gesichert, sich auch in der Nachbarschaft umgehört. "Die Beamten wollten eine Speichelprobe von mir", sagt ein Nachbar, der seinen Namen nicht öffentlich lesen möchte. Auffälliges habe er in letzter Zeit nicht bemerkt - das liege auch daran, dass es in der Wohnung des 63-Jährigen häufiger laut gewesen sein soll. Hilfebedürftig sei er gewesen, sagt der Nachbar.

Die MK „Mettmanner“ sucht wegen der rätselhaften Umstände dringend Zeugen. Die Ermittler konzentrieren sich dabei auf folgende Fragen:

  • Wer hat Depuyt noch am Wochenende vor dem 1. Oktober oder am frühen Montagmorgen der vorvergangenen Woche gesehen?
  • Wer kann Angaben zu Menschen machen, die einer Verbindung zu dem Verstorbenen standen?

Hinweise zum Fall nehmen die Polizei in Velbert unter 02051/946-6110, jede andere Polizeidienststelle oder der Polizeinotruf 110 jederzeit entgegen.

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