Theater

Lustige schwierige Beziehungen im Langenhorst

Auf der Bühne im Siedlerhaus im Langenhorst ging es bisweilen richtig hoch her.

Auf der Bühne im Siedlerhaus im Langenhorst ging es bisweilen richtig hoch her.

Foto: André Marston Alvarez

Velbert-Mitte.   Die Langenhörster sorgen mit ihrem neuen Programm für gute Unterhaltung in Velbert. Lustige Sketche wurden mit musikalischen Einlagen gemischt.

Die Beziehung zwischen Mann und Frau hat schon zahlreiche Filmemacher, Musiker oder Comedians inspiriert. So auch die Velberter Laienspielgruppe „Die Langenhörster“, die am Wochenende gleich zwei Mal mit ihrem Show-Programm im Gemeinschaftshaus der Velberter Siedlergemeinschaft auftraten.

Mehr Kabarett als klassisches Theater

„Beziehungen sind besondere Verhältnisse, Verhältnisse sind besondere Beziehungen“ – heißt das neue Bühnenspiel der Theatergruppe rund um Regisseur und Langenhörster-Gründer Rudolf Voss. Und genau um diese „besonderen Beziehungen“ ging es auch auf der Bühne – in einer bunten Mischung aus Sketchen und Musikstücken. „Wir zeigen kein klassisches Theater, sondern eher Kabarett. Wir mischen kurze Stücke oder Sketche mit musikalischer Unterhaltung“, sagte Rudolf Voss.

Mit Augenzwinkern

Ob zwei Frauen, die genug von ihrem Bauer und dem Landleben haben, Gespräche über Fettabsaugungen oder lustige Lieder über Männer, die ja eigentlich total überflüssig sind – zu ernst dürfen die Szenen auf der Bühne nicht genommen werden, sondern immer mit einem Augenzwinkern.

Nach kurzen Spielszenen, die kein Auge trocken ließen, folgte dann wieder ein kurzes Intermezzo auf dem Keyboard. Für besonders viel Gelächter sorgte das Lied „Die Männer sind alle Verbrechen“, doch ausgenommen natürlich die Anwesenden – wie die „Langenhörster“ erklärten.

Gruppe besteht seit 1995

Die „Langenhörster“ sind schon lange keine Unbekannten mehr in der Schlossstadt, wie Regisseur Voss erklärte: „Wir existieren nunmehr seit 1995 und mir kommt es schon vor wie eine ewige Zeit.“ Nur das Ensemble sei mit der Zeit immer kleiner geworden, so Voss. „Über die Jahre hinweg hatten wir insgesamt sicherlich 5000 bis 6000 Zuschauer, das ist schon toll“, schwärmt der ehemalige Profi-Schauspieler.

Rudolf Voss hat die „Langenhörster“ 1995 gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzende der Siedlergemeinschaft gegründet: „Mich hat damals jemand angesprochen und gesagt, dass die Siedlergemeinschaft dringend eine Laienspielgruppe braucht. So sind dann die Langenhörster entstanden.“

Aus Voss’ Feder

Die Ideen für das Programm auf der Bühne stammen meist aus der Feder von Rudolf Voss, der in seiner aktiven Schauspielkarriere reichlich Erfahrung sammeln konnte. Und auch die Bühne samt Kulissen und Requisiten wurde wie immer von den „Langenhörstern“ selbst gebastelt und gestaltet.

„Wir bringen einfach gerne Menschen zum Lachen“, sagt Gründer Voss, „und wollen das auch weiter machen.“ Bleibt zu hoffen, dass die „Langenhörster“ noch einige Male vorbeikommen werden, um für herzhaftes Gelächter im Siedlerhaus zu sorgen.

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