Die gute Tat

Lions Club Velbert spendet Mary Ward Stiftung 13.600 Euro

Bei der  Lions-Ruhr-Rallye 2018  im  September war das Geld zusammengekommen, das der Club jetzt der Mary Ward Stiftung spendete.

Bei der Lions-Ruhr-Rallye 2018 im September war das Geld zusammengekommen, das der Club jetzt der Mary Ward Stiftung spendete.

Foto: Ulrich Bangert

Langenberg.   Der Lions Club Velbert-Heiligenhaus spendet der Mary-Ward-Stiftung 13.600 Euro. Geld für Urlaub der Kinder kam bei Lions-Ruhr-Rallye zusammen.

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„Und, wo warst du im Urlaub?“ „Ich war in diesem Jahr nicht im Urlaub!“ Ein Dialog, der erst einmal gewöhnlich klingt. Antwortet jedoch ein Kind und weiß, dass es am Geldmangel liegt, wirkt es anders. Traurig. Das tut weh. Ein Woche aus dem Alltag raus, Tapetenwechsel. Das tut gut, Körper und Seele. „Wir versuchen, dass unsere Kinder einmal im Jahr Urlaub machen können“, sagt Peter Huyeng, Leiter der Stiftung Mary Ward, ehemals Kinderheim Maria Frieden an der Bökenbuschstraße.

Öffentliche Mittel reichen nicht mehr für Kinderurlaube

Die öffentlichen Gelder reichten dafür aber nicht mehr aus. „In diesem Jahr haben wir nur eingeschränkte Ferienfreizeiten anbieten können“, berichtet Huyeng. Übersetzt: einige wenige Tagesausflüge. Der Lions Club Velbert-Heiligenhaus sorgt 2019 für schöne Ferien. Präsident Michael Hoffart hat den Erlös von mehr als 13.600 Euro der Lions Ruhr Rallye 2018 offiziell an Peter Huyeng übergeben. „Einen besseren Spendenzweck gibt es nicht“, so Hoffart. Auch Rallye-Organisator Prof. Dr. Mark Goepel ist von der Sache überzeugt: „Perfekt, da geht mir das Herz auf“. Kinder seien die schutzbedürftigsten Menschen, die es gebe, so Lion Goepel.

„Hinter jedem Kind steckt eine eigene Geschichte“, sagt Peter Huyeng. Erzählt der Leiter beispielsweise von Übergriffen oder alkoholkranken Eltern, tritt Stille im Raum ein. Im Langenberger Heim leben die Kinder, die bereits traumatische Erlebnisse haben. „Im Urlaub“, berichtet Huyeng, „fällt Druck weg“. Anders Schlafen, länger Frühstücken und eine andere Umgebung seien besonders für die Kinder und Jugendlichen. Für die Betreuer hingegen ist so ein Urlaub die intensivste Arbeitszeit. Früher wurde Freiwillige mitgeschickt. Das hält Huyeng für falsch. Weder für die Kinder noch für die Ehrenamtlichen sei das eine sinnvolle Lösung. Pädagogen braucht es, die einen hohen ideellen Einsatz zeigen.

Das liegt zum einen daran, dass die Kinder auffälliger geworden und zum anderen die Standards gestiegen sind. Wer Hyueng zuhört merkt schnell, wie er mit Worten die schrecklichen Erlebnisse der Kinder vorsichtig beschreibt. Seine Sätze sind wie schützende Schnüre um die Kindergruppen. Trotzdem erahnt der Zuhörer, welche Qualen die Unschuldigen erlebt haben. Huyeng öffnet Türen und Herzen, bewacht aber den Schutzraum der betreuten Minderjährigen.

„Löwen“ helfen dem Kinderheim schon seit 15 Jahren

Seit über 15 Jahre pflegt der Lions Club eine enge Verbundenheit zum Heim. Jährlich plant der Vorstand einen Tagesausflug in Absprache mit der Heimleitung und lädt die Mary-Ward-Kinder ein. Einen Tag im Indoorspielplatz, eine Geocaching-Tour, Reiten, Bowlen, Fahrradfahren, Klettern oder andere Aktivitäten. Die Freude der Kinder, so Lion Hoffart, ist großartig. 2019 ist nun auch der mehrtägige Ausflug gesichert. Stiftungsvorstand und Heimleiter Peter Huyeng freut sich: „Es ist wichtig, dass die Kinder im Urlaub waren und mitreden können“.

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