Nachruf

Letzter Langenberger Bürgermeister Werner Piotrowski ist tot

Die Bürgermeister (v. l.) der Städte Velbert, Heinz Schemken, Stadt Langenberg, Werner Piotrowski, und Stadt Neviges, Willy Anker, bei einer Informationsveranstaltung im Juli 1974.

Die Bürgermeister (v. l.) der Städte Velbert, Heinz Schemken, Stadt Langenberg, Werner Piotrowski, und Stadt Neviges, Willy Anker, bei einer Informationsveranstaltung im Juli 1974.

Foto: WAZ

Langenberg.  Der letzte Bürgermeister der Stadt Langenberg ist tot. Werner Piotrowski starb im Alter von 87 Jahren in seiner Wahl-Heimat Bad Soden.

Er war Wahl-Nierenhofer und der letzte Bürgermeister der ehemaligen Stadt Langenberg: Werner Piotrowski. Im Alter von 87 Jahren starb er bereits letzte Woche in seiner neuen Wahl-Heimat Bad Soden.

Piotrowski bekleidete das Ehrenamt des Bürgermeisters weniger als ein Jahr. Als Nachfolger seines CDU-Parteikollegen Wilhelm Teleu, der damals wegzog, hatte er das Amt übernommen, kurz bevor Langenberg am 1. Januar 1975 im Zuge der Neugliederung seine Stadtrechte verlor. Zuvor hatte er sich bei der ersten Kommunalreform gegen die Zuordnung von Nierenhof zur damaligen Stadt Langenberg gewehrt: vergeblich, von 1970 an gehörte Nierenhof zu Langenberg. Das östliche Nierenhof gehörte bis dahin zur Gemeinde Winz im damaligen Amt Hattingen-Land, heute Hattingen/Ruhr.

Piotrowski setzte sich für Langenberg ein

Nach dieser Niederlage setzte er sich dennoch auch für Langenberg ein und gehörte bis 1977 dem Rat der neu gegründeten Stadt Velbert an, bis er aus beruflichen Gründen politisch kürzer treten musste. Piotrowski gehörte zu einem Expertenteam, das die Übernahme der Neckermann-Gruppe durch die Karstadt AG vorbereitet hatte und wurde im Juni 1977 in den Vorstand der Neckermann Versand AG berufen, deren Vorsitz er später übernahm.

1994 erhielt Piotrowski die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Vereinen und Funktionen. Der gebürtige Essener war bei seiner Suche nach Bauland auf Nierenhof gestoßen und wohnte dort bis er aus beruflichen Gründen nach Hessen zog.

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