Kirche und Religion

Langenbergerinnen feierten die Heilige Elisabeth

Jan Luca spielte beim Elisabeth-Fest im Pfarrsaal von St. Michael vor.

Jan Luca spielte beim Elisabeth-Fest im Pfarrsaal von St. Michael vor.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert-Langenberg.  Rund 80 Gäste kamen in den Pfarrsaal von St. Michael. Sie hören die Geschichte der Heiligen und hörten begeistert zwei ganz jungen Musikern zu.

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Rund 80 überwiegend weibliche Gemeindemitglieder der katholischen Gemeinde St. Michael und Paulus waren der Einladung der Pfarrgemeinde und des Caritas-Kreises zum Tag der heiligen Elisabeth zunächst zur Messe in der Kirche und im Anschluss in den Pfarrsaal am Froweinplatz gefolgt. Dort wurden sie mit reichlich selbst gemachten, leckeren Kuchen und Torten empfangen und tauschten sich rege aus.

Für die Generation ohne Handy

Pfarrer Ulrich Herz begrüßte die Gäste mit leichter Verzögerung: „Sie kommen ja alle noch aus der Generation mit dem Kabel“, welches er zunächst für das Mikro abwickeln musste. Seine Oma sei damals sehr modern gewesen mit dem ersten Fernseher, der insgesamt 20 Jahre hielt und noch drei Programme hatte. Herz sprach vor einer Generation, eingeladen waren Gemeindemitglieder ab 70 Jahren, die sich noch miteinander unterhalten kann, ohne regelmäßig auf das Handy zu schauen. Und dazu lud er herzlichst ein.

Den Armen das Brot gebracht

Herz sagte,er sei nur der ausführende Teil der Veranstaltung und bedankt sich für die Organisation und Durchführung bei den Frauen des Caritas-Kreises, für den die Langenbergerin Barbara Kempers spricht. Sie griff das Thema der Rosen auf, die jeder Gast in der Kirche erhalten hatte und ergänzte die Erzählung um die heilige Elisabeth durch eine Geschichte, die sie vorlas. Elisabeth habe den Armen das Brot gebracht, das für Grundbedürfnisse stehe. Doch die Rosen, die sie in ihrem Korb hatte, als ein missgünstiger Verwandter sie denunzieren will, stünden für Bedürfnisse wie zuhören können, Vertrauen und Anerkennung.

Junge Pianisten begeisterten

Und damit leitete sie zu den beiden jungen Pianisten Emily (8) und Jan-Luca (10) über, für die sie um einen Moment der Ruhe bat. „Ich weiß, dass sie gekommen sind, um sich zu unterhalten.“ Jan-Luca spielte „Die Moldau“ an und tatsächlich wird es still und bis auf das Kuchengabelgeklapper war nur noch die Musik zu hören. Und das Mitsummen einzelner Besucherinnen. Für ihn und Schwester Emily gab es kräftigen Applaus und auf dem Weg zurück eine kleine Taschengeldaufbesserung von begeisterten Zuhörern.

Angeregte Unterhaltungen

Angeregte Unterhaltungen erfüllten den Pfarrsaal. Während die Frauen des Caritasverbandes und der Gemeinde eifrig Kaffee und Kuchen nachreichten, saß Pfarrer Herz mitten unter den den Gästen. Seit 2003 betreut er die Langenberger Gemeinde, vor rund sechs Jahren habe man den Gedenktag an die Heilige aus der Taufe gehoben. Eine alte Verbindung gibt es zu den Elisabethschwestern in Essen-Schuir, deren Orden zu Beginn des Kohlebergbaus in Essen gegründet wurde und die drei oder vier Schwestern nach Langenberg entsendeten. Auch ein Fenster der Michaelskirche ist der Heiligen gewidmet: Elisabeth, einst Königstochter mit karitativem Herzen, und einem Korb voller Rosen.

Lob für das gute Team

Jan-Luca gibt mit „Für Elise“ eine Zugabe und mit einer weiteren flotten Melodie klatschen die Gäste mit. Seit sechs Jahren ist Barbara Kempers federführend in der Organisation: „Mit einem guten Team“, erwähnt sie. In der Caritas stehe die Heilige als Vorbild, weil sie sich um Bedürftige gekümmert hat. Die Resonanz des Nachmittags war gut und gerade die ruhigeren Musikstücke brachten auch ein paar besinnliche Momente: „Man konnte mal zur Ruhe kommen, sich einfach begegnen und zusammensein.“

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