Vereine in Langenberg

Langenberger Rettungsschwimmer warten auf den Trainingsstart

Die aktuelle Ausbilder-Riege der DLRG Langenberg. Wann die Ortsgruppe das Training im Nizzabad wieder aufnehmen kann, steht noch nicht fest.

Die aktuelle Ausbilder-Riege der DLRG Langenberg. Wann die Ortsgruppe das Training im Nizzabad wieder aufnehmen kann, steht noch nicht fest.

Foto: Matthias Taborsky / DLRG Langenberg

Langenberg.  Die DLRG-Ortsgruppe macht momentan Corona-Pause – aber Anfragen für die Anfängerkurse kommen nach wie vor. Das Angebot ist vielfältig.

Trainieren können die Schwimmer der DLRG Langenberg aktuell noch nicht, dazu sind die Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für die Ehrenamtlichen zu hoch und nicht so leicht umzusetzen.

Etwas Positives hat der Referent für die Öffentlichkeitsarbeit, Matthias Taborsky, aber dennoch zu berichten – denn die Anfängerkurse sind nach wie vor beliebt: „Die Warteliste ist voll, teilweise müssen Bewerber ein Jahr lang warten, bis ein Platz in einem unserer Kurse frei wird.“

Viele Anfragen zur Anfängergruppe

Und weil das so ist, häufen sich derzeit auch die Anfragen bei Taborsky und seinen Vorstandskollegen: „Viele Eltern wollen wissen, wann wir wieder loslegen“, sagt er, „aber das können wir aktuell noch gar nicht beantworten.“ Corona habe einiges durcheinander gewirbelt. „Wir bilden derzeit auch nicht aus.“

Normalerweise stehen die ehrenamtlichen Ausbilder der Ortsgruppe jeden Donnerstag am Beckenrand im Nizzabad. „Wir machen alles“, sagt Matthias Taborsky, „von der Wassergewöhnung über Schwimmabzeichen bis hin zum Rettungsschwimmer.“

Vor fast 100 Jahren fing alles an

Angefangen hat das alles vor beinahe 100 Jahren: 1928 haben Ausbilder aus Wuppertal erstmals Langenberger Schwimmer zu Rettungsschwimmern gemacht. „Warum sich das so ergeben hat, können wir heute leider nicht mehr nachvollziehen“, sagt Matthias Taborsky.

Einen eigenen Verein gab es damals allerdings noch nicht. Hermann Killing übernahm zunächst in Eigenregie die weitere Ausbildung, während des Zweiten Weltkriegs ruhte aber auch die. Erst Gustav Lumbeck brachte ab 1950 wieder Leben in die Geschichte.

„Er war die tragende Figur und hat hier alles aufgebaut“, berichtet Matthias Taborsky. „Viele Jahre hat er die Ausbildung übernommen, war dann kommissarischer Leiter der Ortsgruppe und wurd schließlich 1954 offiziell gewählt.“

Leben retten am Timmendorfer Strand

Inzwischen hat die Ortsgruppe der DLRG in Langenberg allein 509 Mitglieder. Und die können zwischen allerlei Angeboten wählen – denn die Schwimmausbildung ist lediglich ein Aspekt. „Einige von uns fahren regelmäßig im Sommer an die Ostsee und leisten dort Wasserrettungsdienst.“

Meistens kommen die Langenberger am Timmendorfer Strand zum Einsatz, „das hat sich mit der Zeit so ergeben“, sagt Matthias Taborsky. Die Teams kommen dabei von der DLRG aus ganz Deutschland, „eine tolle Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen“, sagt der Langenberger Pressesprecher – und fügt verschmitzt grinsend an: „Ich habe so meine Frau kennengelernt.“

Wettkampf der Rettungsschwimmer

Die Langenberger Rettungsschwimmer nehmen aber auch an Wettkämpfen teil. Die gehen natürlich über normales Bahnenschwimmen hinaus. „Es gibt etwa die Puppen-Staffel“, erläutert Taborsky. Dabei muss eine mit Wasser gefüllte Rettungspuppe übe 25 Meter geschleppt werden, „dafür gibt es eine entsprechende Grifftechnik und jeder Fehler wird mit Punktabzug bestraft.“

Eine andere Disziplin ist das Hindernis-Schwimmen, bei dem auch eine kurze Strecke getaucht werden muss. „Die Senioren beginnen altersmäßig ab 25 Jahren, nach oben hin gibt es keine Grenze“, sagt Matthias Taborsky. „Es gibt Leute, die sind tief in den 80ern und reißen immer noch ihre Bahnen ab.“

So viel Engagement belohnt die Ortsgruppe aber auch, sagt der Pressesprecher: „Ein Mal im Jahr sind wir auf Helferfahrt.“ Die geht über ein Wochenende und wird von der Ortsgruppe gesponsert. „Das ist ein Zeichen der Wertschätzung und ein Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz.“

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