Projektarbeit

Langenberger Grundschüler befassen sich mit Schulhistorie

Nicole, Clementine und Anna entziffern Buchstaben aus einem alten Archivbuch der Schule.Auch das gehörte zur Projektarbeit.

Nicole, Clementine und Anna entziffern Buchstaben aus einem alten Archivbuch der Schule.Auch das gehörte zur Projektarbeit.

Foto: Victor Gurov

Langenberg.   Schüler der 4a haben die Vergangenheit der Wilhelm-Ophüls-Grundschule erforscht. Alte Chroniken und das Internet halfen bei der Recherche.

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128 Jahre, das sind für Neun- und Zehnjährige eine verdammt lange Zeit. Dass ihre Schule, die Wilhelm-Ophüls-Grundschule in Langenberg, schon so alt ist, das konnten die Kinder der Klasse 4a kaum glauben. In den letzten Wochen haben sie sich im Sachunterricht intensiv mit der Geschichte der Schule beschäftigt und die Ergebnisse des Projekts jetzt ihren Eltern und auch einigen Großeltern vorgestellt. Die Kinder hatten Texte und Bilder auf Plakate geklebt und diese an große Stellwände geheftet.

Opa eines Schülers gab Anregung zu dem Projekt

„Herr Schmaus ist schuld daran, dass wir das gemacht haben“, erklärt Klassenlehrerin Jutta Kemper zu Beginn. Herr Schmaus, das ist Joachim Schmaus, ehemaliger Leiter der Commerzbank Filiale in Langenberg. Der 79-Jährige war selbst Schüler der Wilhelm-Ophüls-Schule, nachdem er mit seiner Familie nach dem Zweiten Weltkrieg aus Schlesien fliehen musste. Heute geht sein Enkel hier zur Schule. Im Januar hat er den Mädchen und Jungen der 4a von seiner Kindheit in Langenberg erzählt.

Schüler finden interessante Details heraus

„Daraufhin kamen noch ganz viele Fragen von den Kindern“, erzählt Jutta Kemper und so entstand die Idee, sich näher mit der Geschichte der Schule zu beschäftigen. „Das war total spannend“, sagt die neunjährige Adea. Sie hat über die ersten Jahre der Schule und ihren Namensgeber Wilhelm Ophüls geforscht: „Ich wusste vorher gar nicht, dass der Namen von dem Direktor kommt.“ Vor 1900 bis 1931 war Wilhelm Ophüls Leiter der Evangelischen Volksschule an der Frohnstraße, die heute die Wilhelm-Ophüls-Schule ist. Der frühere Direktor hat sogar ein Buch über Langenberg geschrieben.

Klassenlehrerin strukturierte das Projekt

Am Beginn des Projekts haben die Kinder mithilfe eines alten Fotos verglichen, wie sich ihre Schule verändert hat. Jutta Kemper erzählt: „Da standen wir alle zusammen auf dem Schulhof und haben festgestellt, dass es einige Teile früher noch gar nicht gab.“ Um die Arbeit für die Kinder zu strukturieren, hat die Klassenlehrerin einige Jahreszahlen auf große Zettel geschrieben. So haben sich die Kinder in Gruppe eingeteilt und gemeinsam zu den jeweiligen Jahren recherchiert.

Dabei kam ihnen Schulleiterin Dagmar Peters zur Hilfe. Die wusste nämlich, dass es handgeschriebene Chroniken seit Beginn der Schule gibt. Darin haben die Kinder viele Fotos gefunden, die sie ihren Eltern auf den großen Plakaten präsentierten. Die Chroniken stellten die Kinder aber auch vor einige Schwierigkeiten. „Man konnte nur die Zahlen lesen. Der Rest war Krickelakrack“, sagt Nicole und lacht. Bei der alten Schrift stießen auch Klassenlehrerin und Schulleiterin an ihre Grenzen. Also nutzten die Kinder das Internet für ihre Recherche.

100 Schüler in einem Klassenraum

Etwas leichter hatten es Hendrik und Luna, die sich mit dem Jahr 1990 beschäftigt haben. „Da wurde die Schule 100 Jahre alt“, erklärt Hendrik. Stolz zeigt er seiner Mutter die Ehrenurkunde der Stadt Velbert, das Programmheft der Jubiläumsfeier und einige Zeitungsartikel, die er gefunden und auf sein Plakat geklebt hat.

Jutta Kemper erzählt noch von einem Experiment, dass die Klasse gemacht hat: „Wir haben 100 Schüler zusammen gerufen und die in einen Klassenraum gesteckt. Die Kinder konnten gar nicht glauben, dass früher so viele Schüler in einer Klasse waren.“

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