Vereinsleben

Langenberger Bürgerbusfahrer erkunden Haus der Geschichte

Den Bus stellten die Wuppertaler Stadtwerke, im Museum selbst gab es mehrere Führungen – eine sogar von einem Fahrerkollegen.

Den Bus stellten die Wuppertaler Stadtwerke, im Museum selbst gab es mehrere Führungen – eine sogar von einem Fahrerkollegen.

Foto: Editha Roetger

Langenberg.  Die Tagesfahrt des Bürgerbusvereins Langenberg führte in diesem Jahr zum Haus der Geschichte in Bonn. Ein gelungener Ausflug.

Einmal im Jahr werden Fahrer und Fahrerinnen des Bürgerbusvereins gemeinsam mit ihren Partnern zu einem Ausflug vom Verein selbst eingeladen. Dieses Mal ging es nach Bonn ins Haus der Geschichte. Henning Burggraf, seit 15 Jahren einer der mehr als 40 Fahrer und Fahrerinnen, war begeistert: „Das war so interessant, dass mir die zwei Stunden zu wenig waren. Ich fahre auf jeden Fall noch einmal hin.“ 507 Fahrten hat der Langenberger bis heute übernommen.

Fahrer Edwin Oster war nun zum zweiten Mal bei einer Jahresfahrt dabei: „Das war die Geschichte meines Lebens. Wir haben ja die deutsche Geschichte ab 1949 präsentiert bekommen“, für Oster zählt das Gründungsjahr der Bundesrepublik. Er selbst ist wenige Jahre später in der jungen Bundesrepublik, in Koblenz, geboren worden. Oster hat bislang rund 50 Mal am Steuer des Bürgerbusses gesessen: „Wir Koblenzer sind ein positiver Charakter, wir wollen auch was geben“, begründet der Wahl-Langenberger sein ehrenamtliches Engagement.

Viele Teilnehmer wollen dem Museum einen zweiten Besuch abstatten

Jürgen Lohbeck war zum ersten Mal dabei, seine Frau Christina fährt seit vier Jahren den Bürgerbus. „Ich fand das heute klasse. Die Truppe hier ist natürlich klasse und zum Haus der Geschichte wollte ich immer schon mal. Ich werde auf jeden Fall noch mal mit mehr Zeit und mit der Familie hinfahren. Ich fand es sehr beeindruckend.“ Der Langenberger Heimatforscher und ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger hatte im Gegenzug direkt angeboten, den Bürgerbusfahrern und -fahrerinnen die Kruppsche Nachtscheinanlage zu zeigen.

WSW stellen Bus zur Verfügung

Ehefrau Christina Lohbeck ist Mutter zweier Kinder, berufstätig und „fährt unheimlich gerne Bürgerbus. Es gibt einem ein tolles Gefühl. Gerade, weil es Freizeit ist. Ich bin nicht von hier und lerne so unseren Stadtteil kennen.“ Auch für Christina Lohbeck ist klar, dass sie mit der Familie noch mal nach Bonn fährt: Sie war begeistert.

„Wir waren 46 Leute, haben unser traditionelles Fleischwurstfrühstück in Hilden auf einem Rastplatz eingenommen“, reflektiert Gerd Berker, der Vorsitzende des Vereins. „Dieses Mal haben die WSW (Wuppertaler Stadtwerke) einen Reisebus kassenschonend zur Verfügung gestellt. Da haben wir glatt 1000 Euro gespart“, freut sich der Bonsfelder, der inzwischen auch schon seit 15 selbst das Lenkrad bewegt und seit elf Jahren erfolgreich die Geschicke des Vereins steuert.

Fahrerkollege übernimmt die Führung durchs Museum

Nicht alle haben die offizielle Führung mitgemacht, manche habe sich von Fahrerkollegen Wilfried Pellmann auf eigene Faust das Haus zeigen lassen. Der Langenberger war schon zwei Mal zuvor dort und kannte sich bestens aus. Gerd Berker gefiel die Ausstellung sehr gut: „Zumal ich eine Zapfsäule (Benzin) aus meiner früheren Firma dort gesehen haben.“ Mit einem Rollenzählwerk und nicht elektronisch, freut er sich. Dann habe er der Führerin im Haus der Geschichte erläutert, wie die Maschine funktioniert hat.

Im Anschluss ging es an den Rhein mit Zeit zur freien Verfügung und dann mit dem Bus zurück nach Neviges – zum traditionellen Ausgang eines Tagesausflugs im Parkhaus Seidel.

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