Kommunalwahlen 2020

Landrat Hendele (CDU) macht seine fünfte Amtszeit klar

Thomas Hendele hatte sich erneut vorgenommen, es wieder ohne Stichwahl zu schaffen.

Thomas Hendele hatte sich erneut vorgenommen, es wieder ohne Stichwahl zu schaffen.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Kreis Mettmann.  Bei der Landratswahl im Kreis Mettmann sah es beim Auszählen nach einer Stichwahl aus. Thomas Hendele (CDU) bleibt weiter Landrat.

Das war ganz schön spannend beim Auszählen der Stimmen für die Landratswahl. Es gab zwar kein klassisches Kopf-an-Kopf-Rennen, aber über eine gefühlt lange Zeit war die Frage offen, ob es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen Thomas Hendele (CDU) und Martina Köster-Flashar (Grüne) kommen würde. Doch dann kletterte Hendele über die 50-Prozent-Marke, stabilisierte sich dort oben zusehends und machte letztlich seine fünfte Amtszeit klar.

Ein kurzer Rückblick: Das erste Mal im Jahr 1999 nach dem Abschied von der Doppelspitze gleich auf Anhieb klare 51,7 Prozent, fünf Jahre darauf sehr komfortable 58,9, dann in 2009 mit 56,9 nur etwas weniger und zuletzt in 2014 satte 54,5 Prozent der Stimmen. Diese eher rare Serie absoluter Mehrheiten hat der bisherige Amtsinhaber hingelegt. Auch jetzt hatte er sich selbst vorgenommen, es erneut ohne Stichwahl zu schaffen. Allerdings hatte Thomas Hendele bisher auch noch nie so viele Konkurrenten wie jetzt, nämlich gleich fünf.

Velberter Kandidaten unter fünf Prozent

Die zwei Velberter Bewerber für das Spitzenamt im Neanderland – Rainer Köster (Linke) und Thomas Küppers (Piraten) – landeten deutlich unter fünf Prozent.

Der Kreis Mettmann ist trotz der erlittenen Stimmverluste in einstelliger Prozenthöhe, die sich gegenüber dem derben Minus der SPD geradezu gering ausnehmen, nach wie vor ein gutes Pflaster für die CDU, deren Fraktion im Kreistag von 1999 an sogar schon einmal dank eines Wahlergebnisses in Höhe von 51,9 Prozent die Mehrheit der Sitze hatte.

Die Christdemokraten haben wieder alle 33 Wahlbezirke direkt geholt, also genau wie bei den zurückliegenden Urnengängen. Bei denen es nur eine Ausnahme gab: Bei der letzten Kommunalwahl schnappte Volker Münchow (SPD) seinem CDU-Konkurrenten Torsten Cleve ganz knapp den 31er vor der Nase weg. Mit neun Stimmen Vorsprung und 32,64 gegen 32,51 Prozent. Das hat Cleve jetzt aber umgedreht.

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