Domjubiläum

Kunstprojekt „Pharus“ bringt Farbenrausch in den Dom

An drei Abenden leuchtet der Dom: Eine Veranstaltung von Pharus ist bereits ausverkauft. Für die restlichen zwei Termine gibt es noch Karten.

An drei Abenden leuchtet der Dom: Eine Veranstaltung von Pharus ist bereits ausverkauft. Für die restlichen zwei Termine gibt es noch Karten.

Foto: Area Composer

Neviges.   In ein Meer aus Farben und Klängen versinken Besucher des Doms bei „Pharus“, einer Installation der Künstlergruppe Area Composer.

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Aus einer pittoresken Altstadt erhebt sich monumental ein Dom. Der Mariendom zu Neviges. Betritt ihn und er wird zum Leuchtturm, heißt es in der Ankündigung zu Pharus, eine Installation aus Klängen, Bildern und Licht.

An drei Tagen soll der Dom im November leuchten

In 20 Tagen fällt der Startschuss, dann präsentiert sich der Mariendom in ganz neuem Licht. Verantwortlich für die besondere Inszenierung ist die Künstlergruppe Area Composer und Lichtplanerin Uta von Schenk. An drei Tagen soll die Wallfahrtskirche nicht nur Gläubigen und Pilgern den Weg weisen – die Künstler wollen den Dom als Anziehungspunkt für Menschen aller Konfessionen zum Leuchten bringen. Wie ein Leuchtturm – lateinisch Pharus.

„Das Projekt ist untrennbar mit dem Dom verbunden“, sagt Künstlerin Dorothee Pilavas. Alleine das zeltdachartige Bauwerk des berühmten Architekten Gottfried Böhm gebe die Dimension des Kunstwerkes vor. Bei der Vorführung Pharus soll das Bauwerk in all seinen Formen, Farben und Tönen erfassbar werden. „Die Besucher werden in die Bildkomposition eintauchen“, sagt Künstler Ronald Gaube. Wie in ein Meer aus Farben und Klängen.

Mit jedem Sehen und Hören etwas Neues erleben

Für das Kunstprojekt entstanden in den letzten drei Jahren mehr als 5000 Fotos und über 14 Stunden Tonaufnahmen – alle aus dem Inneren und der Umgebung des Domes. Trotzdem ist sich Bruder Frank sicher: „Auch Menschen, die den Dom sehr gut kennen, werden Neues entdecken.“ Das ist auch eines der Versprechen von Pharus: Mit jedem Sehen und Hören erleben die Zuschauer Neues.

Der Altarraum wird zur mächtigen Projektionsfläche

Das liegt auch an der Dimension des Werkes: Die über 20 Meter hohe und 36 Meter breite Betonwand des Altarraums wird für Pharus zu einer mächtigen Projektionsfläche für die leuchtenden Bilder.

Je nach Sitzplatz die Effekte anders wahrnehmen

Je nach Sitzplatz nehmen Besucher andere Details und Lichteffekte im Kirchenraum wahr. „Deshalb wird die Inszenierung an jedem Abend zweimal gezeigt“, sagt Bruder Frank. Die Zuschauer können dann für die zweiten 40 Minuten einen anderen Platz wählen und alles nochmal, aber neu, erleben. Zwischen den Vorführungen gibt es die Zeit für Diskussion und des Austausches – auch Mikrofone werden bereitstehen.

Durch die Art der Inszenierung wirke Pharus sehr entschleunigend, sagt Künstlerin Dorothee Pilavas. Es gibt keine schnellen Schnitte oder hektischen Bilder, sondern diese wirken ineinanderfließend. So entsteht eine langsam aber sich ständig verändernde Komposition. „Die Besucher werden sich der Wirkung der Bilder und des Lichtes nicht entziehen können“, sagt Dorothee Pilavas.

Rosenfenster wird in die Komposition eingebunden

Die farbintensiven Fenster des Doms, wie etwa das Rosenfenster, spielen auch eine kompositionelle Rolle – diese werden von außen angestrahlt. „Dadurch bekommen Besucher den Eindruck, es kommen Sonnenstrahlen herein“, sagt Uta von Schenk. Auch bei völliger Dunkelheit draußen.

Pharus ist für die Künstler ein Experiment

Für die Künstler ist Pharus ein Experiment: Das Zusammenspiel der einzelnen Disziplinen werden sie erst in 20 Tagen erleben – der Premiere von Pharus. Der gesamte Aufbau erfolgt erst wenige Tage vorher. Dann, wenn Pharus plötzlich aus dem Dunkeln des Doms aufleuchtet und wie ein Leuchtturm am Horizont den Weg leitet.

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