VHS-Fotoclub

Künsterlinnen in Velbert stellen ihre Werke vor

Bei der aktuellen Ausstellung des VHS-Fotoclubs setzt sich Dorle Völpel (l.) mit „Licht und Schatten“ auseinander. Margret Stolz hat ihre Bilder unter den Titel „Endzeit“ gestellt.

Bei der aktuellen Ausstellung des VHS-Fotoclubs setzt sich Dorle Völpel (l.) mit „Licht und Schatten“ auseinander. Margret Stolz hat ihre Bilder unter den Titel „Endzeit“ gestellt.

Foto: WAZ FotoPool

Dorle Völpel und Margret Stolz zeigten in der Volkshochschule ihre Fotoarbeiten mit den Titeln „Licht und Schatten“ und Endzeit“.

Sich in einer schönen Atmosphäre inspirierenden Fotografien widmen – der Geheimtipp unter den Velberter Hobbyfotografen und Kunstfreunden ist da die Volkshochschule (VHS). Jetzt bot der VHS-Fotoclub neben einem Gaumenschmaus auch die Augenfreude. Die Themen „Licht und Schatten“ von Dorle Völpel und „Endzeit“ von Margret Stolz wurden im VHS-Haus an der Nedderstraße vorgestellt. Die heute 63 Jahre alte Künstlerin Dorle Völpel, blickt bereits auf einige Jahrzehnte Erfahrung zurückblicken: Die Fotografie war bereits ein wichtiger Bestandteil in ihrer Ausbildung seinerzeit zur medizinisch-technischen Assistentin.

Älterer Herr im gemütlichen Sessel

Ihr diesjähriges Projekt „Licht und Schatten“zeigt unterschiedliche Objekte und Personen in verschiedenen Situationen. „Ein Bild, auf dem ein älterer Mann in seinem gemütlichen Sessel zu sehen ist, strahlt Gelassenheit aus. Doch was sind seine Gründe? Die Antwort lautet schlicht: Das Gefühl, im Leben einen Platz gefunden zu haben“, beschreibt Birgitt Saeger, Vorsitzende des Fotoclubs.

Doch auch die Schattenseiten des Lebens werden gezeigt: Den Gegensatz schafft die Künstlerin mit dem Bild, auf dem eine heruntergekommene Person abgebildet ist. Manchmal werden Schön und Hässlich gegenüber gestellt: Da ist die Autobahn als Sinnbild von Mobilität und Freiheit, daneben gähnt der Autofriedhof den Betrachter an, transportiert wird das Bewusstsein von Endlichkeit. „Jeder erlebt Lichtblicke und Schattenseiten gleichermaßen“, fasst Birgitt Saeger das Thema zusammen.

Margret Stolz, die sich erst seit fünf Jahren der Kunst intensiv widmet, konfrontiert den Betrachter mit dem Thema „Endzeit“. „Die Gesellschaft treibt auseinander, Sorgen und Ängste sind die Folgen“, beschreibt die Künstlerin ihre negativen Stimmungen. Und die lassen sich in Schwarz-Weiß-Fotografien am Besten ausdrücken. „Zwei Bilder mit zwei vertrockneten Pflanzen: Eins der beiden ist verschwommen, das andere hingegen klar zu erkennen. Die Pflanzen sollen Sinnbild sein für das Ehepaar aus der Mythologie ,Philemon Bauzis’: Es hat nichts außer sich selbst. Die Ungewissheit und Angst, wer den anderen als erstes verlassen könnte, steht im Raum“, erklärt Margret Stolz.

Ein weiteres Szenario zeigt Menschen, die auf einem Berggipfel stehen. Dem Übermut durch den erfolgreichen Aufstieg stehen die Wolken als Zeichen einer möglichen Wendung gegenüber.

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