Evangelische Kirche

Kreissynode des Kirchenkreises stößt viele Themen an

Aufmerksam lauschten die Delegierten den Ausführungen bei der Kreissynode des Kirchenkreises Niederberg.

Aufmerksam lauschten die Delegierten den Ausführungen bei der Kreissynode des Kirchenkreises Niederberg.

Foto: Kirchenkreis

velbert.   Bei der Kreissynode des Kirchenkreises Niederberg in Velbert stand unter anderem die Zusammenlegung von Verwaltungen auf der Tagesordnung.

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Nicht nur das Gedenken an drei Jahrestage im November – nämlich dem Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, der Pogromnacht vor 80 Jahren sowie dem Fall der Mauer 1989 – standen bei der Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Niederberg am Freitag und Samstag im Vordergrund. Auch die Beratungen zur Zusammenlegung der Verwaltung mit dem Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann nahmen Raum ein.

Superintendent ruft zu mehr Toleranz auf

Eingeleitet wurde die Synode mit einem Gottesdienst in der Apostelkirche. In seinem Bericht betonte Superintendent Jürgen Buchholz vor allem die Wichtigkeit von Toleranz als Lehre aus dem NS-Regime und der Judenverfolgung, die sich auch in der Pogromnacht niederschlug: „Wir müssen die Demokratie und das Gemeinwohl stark machen: 1933 starb die Demokratie nicht, weil es zu viele Nazis gab, sondern weil es zu wenig Demokraten gab.“

So könnten menschenverachtende Ideologien nicht geduldet werden. Menschenfeindlichkeit, die auf gesellschaftliche Gruppen ausgegossen werde, sei ein antidemokratischer Populismus. Buchholz: „Dagegen können wir den Reiz der Demokratie wiederentdecken. Und besonders als Christen können und müssen wir das, weil Christus uns zur Freiheit befreit.“

Verwaltungen sollen zusammengelegt werden

Nach dem Bericht des Superintendenten begannen die Beratungen der Synode. Ein wichtiger Punkt war dabei die Zusammenlegung der Verwaltungen des Kirchenkreises Niederberg mit dem Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. Wenn die Kreissynode in Mettmann am kommenden Wochenende denselben Beschluss wie die Kreissynode in Velbert fasst, werden die Verwaltungen bis Ende 2020 zusammengelegt. Dabei werden nacheinander die einzelnen Abteilungen zusammengeführt und zunächst die beiden Standorte in Mettmann und Velbert erhalten.

Es werden noch Helfer für die „Vesperkirche“ gesucht

Auch über Finanzen wurde diskutiert. Während die Kirchensteuereinnahmen in der gesamten Rheinischen Kirche weiter ansteigen, ist die Entwicklung im Kirchenkreis Niederberg deutlich schlechter. Deswegen wurde für 2019 ein vorsichtiger Ansatz gewählt: So haben die Gemeinden entsprechend weniger oder nur leicht steigende Mittel für Ihre Arbeit zur Verfügung. Hinzu kommen wachsende Ausgaben im Bereich der Verwaltung durch die tariflich steigenden Personalkosten.

Zudem stand die „Vesperkirche“ auf der Tagesordnung. Unter dem Thema „Vielfalt unter dem Kirchendach“ werden im Januar und Februar 2019 die Christuskirche in Velbert und die Stadtkirche in Wülfrath für je zwei Wochen zu Gasthäusern für Mittagessen und Kaffee. Alle Menschen können kommen und Gast sein, aber auch zum Gastgeber werden. Dazu der Superintendent: „Wir brauchen noch Spenden, damit wir die Vesperkirchen finanzieren können. Und wir brauchen noch viele Menschen, die mithelfen wollen.“

>>>ELF GEMEINDEN IM KIRCHENKREIS

  • Die Kreissynode – eine Art Parlament der kirchlichen Selbstverwaltung – berät die gemeinsamen Angelegenheiten der Gemeinden des Kirchenkreises. In Niederberg wird sie von Superintendent Jürgen Buchholz geleitet.
  • Zum Kirchenkreis Niederberg gehören die elf Kirchengemeiden auf dem Gebiet der Städte Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath sowie die Gemeinde Dönberg. Dönberg war früher einmal ein Stadtteil von Neviges.

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