Soziales

Kreis-Awo beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Die stationäre Jugendhilfe der Awo aus dem Kreis Mettmann präsentiert sich beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Die stationäre Jugendhilfe der Awo aus dem Kreis Mettmann präsentiert sich beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag. Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kreis Mettmann.   „Gemeinsam neue Netze knüpfen“ ist das Motto einer Installation, mit der sich die Kreis-Awo beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag vorstellt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bereits zum 16. Mal findet Ende März der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt – diesmal in Düsseldorf. Mit dabei ist dann auch die Arbeiterwohlfahrt (Awo) aus dem Kreis Mettmann. Der Sozialverband präsentiert sich in den Messehallen der Landeshauptstadt gemeinsam mit den Awo-Partnern aus Essen, Oberhausen und Mönchengladbach. Gemeinsames Motto: „Wir gestalten Chancen.“

„Als klar war, dass diese Veranstaltung in Düsseldorf stattfindet, haben wir uns entschieden, dort die Einrichtungen unserer stationären Jugendhilfe in den Mittelpunkt zu stellen“, sagt Tania Meissner. Sie leitet diesen Bereich bei der Awo und hat gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und den Kindern und Jugendlichen aus den vier Standorten ein Projekt erstell: „Wir möchten die Lebenswelt unserer Bewohner präsentieren.“

Denn die Kinder und Jugendlichen, die in drei Wohngemeinschaften (Ratingen, Mettmann, Velbert) und einem Familienwohnhaus (Erkrath) untergebracht sind, „haben einiges gemeinsam – egal ob sie Fluchterfahrungen haben oder nicht“, sagt Meissner.

„Sie alle kommen aus Situationen, in denen sie in Gefahr waren und sie alle sind zu uns gekommen. Wir bemühen uns nun, ihnen einen sicheren Ort zu bieten, an dem sie sich auch entwickeln können.“

Diese Entwicklung haben die Kinder und Jugendlichen für den Messestand optisch aufgearbeitet. Ein Netz steht dabei für die soziale Umgebung. In der Vergangenheit ist dieses Netz gerissen: Auf rotem Karton haben die Kinder und Jugendlichen dazu Statements notiert, etwa „Ich wurde geschlagen und brauchte Hilfe“, „Krieg“ oder „Hunger“. Auf gelbem Karton stehen Aussagen zur Gegenwart, in der die Kinder und Jugendlichen neue Beziehungen aufbauen, das Netz sozusagen neu knüpfen. Zu lesen steht da etwa „Ich habe endlich ein eigenes Zimmer für mich allein“, „Freiheit“ oder „lernen“. Und schließlich geht es um die Zukunft, grüner Karton: „Familie mit Kindern“, „dass ich nicht Drogen nehme wie meine Eltern“ oder „dass ich meine Mama wiedersehe“ ist dort zu lesen.

Beteiligt an diesem Projekt waren Flüchtlinge (15 bis 18 Jahre) aus der WG „Mondo“ aus Mettmann sowie Kinder und Jugendliche (11 bis 17 Jahre) aus dem Familienwohnhaus „Mogli“ in Erkrath. In jeder der vier Awo-Einrichtungen leben derzeit jeweils neun junge Menschen, „sowohl unbegleitete Flüchtlinge als auch in Deutschland geborene Kinder“, erläutert Tania Meissner.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik