Gesellschaft

Komplettpaket in Velbert für Leib und Seele

Das alles muss raus. Pfarrer Thomas Rehrmann (li.), Superintendent Jürgen Buchholz, Elisabeth Selter-Chow (re. hinten) von der Diakonie und Presbyterin Barbara Molderings probieren schon mal, wie schwer die Kirchenbänke sind.

Das alles muss raus. Pfarrer Thomas Rehrmann (li.), Superintendent Jürgen Buchholz, Elisabeth Selter-Chow (re. hinten) von der Diakonie und Presbyterin Barbara Molderings probieren schon mal, wie schwer die Kirchenbänke sind.

Foto: Victor Gurov

Velbert.   Zwei Wochen lang Mittagessen und noch viel mehr in der Christuskirche. Kirchenkreis und Diakonie organisieren erste Vesperkirche im Rheinischen.

Die Vesperkirche ist vor allen Dingen ein Ort der Begegnung. Und zwar für alle Menschen der Gesellschaft, ob jung oder alt, für gut Situierte und für an den Rand Gedrängte, für Alteingesessene und Neuhinzugekommene. Zentraler Punkt ist die Essensausgabe mit dem gemeinsamen Mittagstisch. Ursprünglich stammt die Idee der Vesperkirche aus dem Süddeutschen. Eine Gütersloher Kirchengemeinde hat die erste klassische Vesperkirche außerhalb Baden-Württembergs und Bayerns etabliert, jetzt macht sich der evangelische Kirchenkreis Niederberg ans Werk. Und ist damit ganz klar ein Pionier innerhalb der rheinischen Landeskirche.

Vielfalt unter dem Kirchendach

Bis es was auf die Gabel gibt, ist’s noch lange hin. Die Vesperkirchen unter dem Motto „Vielfalt unter dem Kirchendach“ – die eine vor Ort in der Christuskirche und die andere in der Stadtkirche von Wülfrath – sind nämlich für Januar/Februar 2019 terminiert. Aber die Verantwortlichen – die Idee stammt von Elisabeth Selter-Chow, bei der Bergischen Diakonie zuständig für Gemeinwesenarbeit – trommeln schon kräftig, da noch eine Menge Unterstützung in Form von „Zeit, Kraft und Geld“ vonnöten ist und zur Monatsmitte ein wichtiges Auftakttreffen ansteht.

Möglichst viele Menschen zusammenbringen

„Vesper“ steht sowohl für eine Mahlzeit als auch für eine Andachtsform; die Vesperkirche bringt beides unter einen Hut. Willkommen sind alle, die gemeinsam „Nahrung für Leib und Seele“ zu sich nehmen wollen. Das Ziel lautet: „Wir wollen möglichst viele Menschen zusammenbringen“. Und ausgegrenzt soll niemand werden. Weder auf Seiten der Teilnehmer noch auf der der aktiven Helfer. Für zwei Wochen werden die Kirchenbänke beiseite gestellt und stattdessen lange Tischreihen aufgebaut. Das bedeute auch „Ausnahmezustand beim Gottesdienst“, prophezeit der Wülfrather Pfarrer Thomas Rehrmann.

Jeder soll teilnehmen können

An jedem Wochentag wird im Kirchraum ein Mittagessen aufgetischt. Das komplette Paket mit Kaffee und Kuchen für 1,50 Euro. „Gut und günstig“, verspricht Pfarrer und Superintendent Jürgen Buchholz, schließlich solle jeder teilnehmen können. Neben Essen und Trinken ist eine Kurzandacht geplant. Und drumherum Beratungsangebote, Kunst, Musik und Kultur. Gespannt sind alle, Ehrenamtler wie die Presbyterin Barbara Molderings eingeschlossen, wie viele Kostgänger sich einfinden werden. „Wir planen mit 100 plus und müssen schauen, dass alle satt werden“, sagt Buchholz. Er rechnet mit Kosten in Höhe von 60 000 bis 80 000 Euro, und das sei „eher wohl die Untergrenze“.

>>>AUFTAKTVERANSTALTUNG FINDET IM GEMEINDEZENTRUM STATT<<<

Um dieses Projekt auch richtig gut vorzubereiten, laden der evangelische Kirchenkreis Niederberg und das Diakonische Werk Niederberg gemeinsam zu einer Auftaktveranstaltung ein.

Am Donnerstag, 15. März, können sich Interessierte in der Zeit von 18 bis 21 Uhr in dem Gemeindezentrum an der Oststraße 59 gleich neben der Christuskirche über die Möglich keiten der Mitwirkung informieren. An diesem Abend schildern die Organisatoren, was passieren soll, was zu tun ist und wo Not am Mann ist.

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