Funkenmariechen

Kleine Velberterin erfüllt sich Traum vom Tanzen

„Die habe ich von den Prinzenpaaren bekommen“, erzählt Isabell Wecker strahlend. Auf ihre ersten Orden ist die kleine Tänzerin sichtlich stolz. In den nächsten Jahren möchte sie vielleicht sogar selbst welche verteilen.

Foto: Victor Gurov

„Die habe ich von den Prinzenpaaren bekommen“, erzählt Isabell Wecker strahlend. Auf ihre ersten Orden ist die kleine Tänzerin sichtlich stolz. In den nächsten Jahren möchte sie vielleicht sogar selbst welche verteilen. Foto: Victor Gurov

Velbert.   Als Funkenmariechen der Kindergarde der KG Grün-Weiß Langenhorst wirbelt Isabell Wecker über die Bühnen. Erste Session für die Siebenjährige

Als Isabell durch die platte Scheibe die funkelnden Funkenmariechen auf der Bühne durch die Luft wirbeln sah, war es um sie geschehen. „Ich habe das im Fernsehen gesehen und wollte das unbedingt auch machen“, erinnert sich die kleine Velberterin an letztes Jahr.

Nicht lange nach Ende der fünften Jahreszeit hat sich die Siebenjährige dann im Sommer ihren glitzernden Traum vom Tanzen erfüllt — und zwar in weiß und grün mit goldenen Pailletten umrandet: Als Funkenmariechen der Kindergarde der KG Grün-Weiß Langenhorst.

Es war noch ein Platz in der Gruppe frei

„Ich finde ich hatte Glück, dass noch Platz in der Gruppe war“, freut sich Isabell noch heute. Eng mit dem Karneval sei sie zuvor nie verbunden gewesen, erst die Idee, selbst ein Funkenmariechen zu sein, habe sie darauf aufmerksam gemacht. Seitdem trainiert sie mit den anderen Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis elf Jahren einmal in der Woche für die Auftritte in der Session. Kurz vor Karneval sogar zweimal.

Auch zuhause probt das Funkenmariechen

Anstrengend sei das manchmal schon, erzählt die Zweitklässlerin, aber die Vorteile überwiegen ganz eindeutig: „Ich tanze zusammen mit einer Freundin, das macht richtig viel Spaß zusammen.“ Isabell findet auch ihre Trainerin Sabrina Jaite toll und schwärmt: „Sie ist so lieb, ich freue mich immer, wenn ich zum Training gehen kann.“

Aber auch zu Hause probt das kleine Funkenmariechen fleißig die Sprünge und Schritte. Ihre Orden, die schwer und klimpernd um ihren Hals baumeln, muss die Siebenjährige dafür vorher noch über ihren Kopf und den über und über mit flatternden Federn besetzten Hut ziehen. „Einer ist vom großen Prinzenpaar und einer vom kleinen“, erzählt Isabell stolz mit den Orden der jecken Regenten in der Hand.

Zum ersten Mal im Rampenlich

Das erste Mal so richtig im Rampenlicht stand die kleine Tänzerin bereits zum Karnvalsauftakt am 11. November vor der Sparkasse. Zum Hoppeditzerwachen wirbelte auch ihre Garde über das bunte Fest. „Da war ich schon ein bisschen aufgeregt“, überlegt die Siebenjährige und schmunzelt, denn jetzt nach bereits fünf größeren Auftritten „bin ich jetzt gar nicht mehr so nervös. Nur bei der Prunksitzung im Forum, da hatte ich ein bisschen Lampenfieber.“ Das zu überwinden allerdings sei schließlich einfach gewesen und sehr belohnt worden: „Es war einfach so, so toll“, erzählt Isabell mit vor Freude rot glühenden Wangen. Gut gefallen dem närrischen Nachwuchs aber auch Auftritte in Seniorenheimen: „Man sieht den Menschen da an, dass sie sich freuen, das mag ich sehr.“

In der Schule als Hexe verkleidet

Eines der, im wahrsten Sinne des Wortes, schönsten Dinge daran, ein Funkenmariechen zu sein, sei ihr weiß-grünes Ornat, das sie sichtlich stolz trägt. Im Karneval gebe es nur eine Ausnahme, wann das Kleid gegen ein richtiges Kostüm gewechselt wird: „Wenn wir in der Schule Karnval feiern, dann gehe ich als Hexe. Aber sonst trage ich immer nur noch das“, erzählt Isabell, die sich um die eigene Achse dreht und damit den Rock zum Schwingen bringt.

Von der Tänzerin zur Prinzessin

Jetzt über Karneval haben die kleinen Tänzer besonders viel zu tun: An den närrischen Feier-Tagen düsen die Garden von einem Auftritt zum nächsten. Dass Isabell auch im nächsten Jahr das Tanzbein schwingt, steht auch außer Frage: „Ich möchte auf jeden Fall weitermachen“, erzählt sie, nach Erfüllung ihres ersten Traumes. Langsam hegt sie aber schon den nächsten: „Vielleicht werde ich später sogar mal Karnevalsprinzessin.“

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