Tiere

Junge Velberter sind aufs Huhn gekommen

Jan und Carl züchten als Hobby New Hampshire Hühner. Für sie ist das Federvieh eine spannende Aufgabe.

Jan und Carl züchten als Hobby New Hampshire Hühner. Für sie ist das Federvieh eine spannende Aufgabe.

Foto: Ulrich Bangert

  Einmal im Jahr laden die Mitglieder des Rassegeflügelvereins Langenberg zur Werbeschau ein. Klein und Groß bestaunen unterschiedliche Rassen

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Ein Paar Enten schnattern gemütlich an einem kleinen Teich. Hühner, Gänse und Co. präsentieren sich in Volieren und großen Schaubereichen. Die Werbeschau des Rassegeflügelzuchtvereins Langenberg ist eine reine Ausstellung, die Hühner werden nicht prämiert oder bewertet.

Attraktion für die ganze Familie

Eine Attraktion für die ganze Familie – und keine Altherrenveranstaltung. Denn hier dürfen die Kids gerne auch mal ein Federvieh streicheln. Und so freuen sich die Vereinsmitglieder über einen regen Zuspruch bei ihrer Werbeschau. Wenngleich der Nachwuchs eher staunt und streichelt, als sich ernsthaft mit dem Gedanken zu befassen, vielleicht selbst Hühner halten zu wollen.

Durch Zufall aufs Huhn gekommen

Anders ist es bei Jan (18) und seinem Bruder Karl (10). Jan ist seit sechs Jahren Hühnerhalter und auch -Züchter. Auf das Huhn ist er dabei eher durch einen Zufall gekommen. „Karl war im Kindergarten nebenan und im Vorbeigehen habe ich gesehen, dass es bei der Geflügelschau Küken zu verschenken gab.“ Die hatte Jan dann einfach mitgenommen.

Kein Problem für seine Eltern, die einen landwirtschaftlichen Betrieb haben und ohnehin mit der Hühnerhaltung liebäugelten. Doch für seine Hühner ist er weitestgehend von vorne herein allein verantwortlich. Mittlerweile züchtet er ausschließlich New Hampshire Hühner. „Die Tiere sind ruhig, man gut mit ihnen arbeiten. Zudem geben sie nicht nur Eier, sondern auch Fleisch“.

Die Hühner selbst essen

Anfangs war es für Jan schon schwierig, das Fleisch seiner liebgewonnenen Hühner zu essen, aber „irgendwann müssen sie geschlachtet werden, weil zu alt sind oder es zu viele werden und dann weiß ich wenigstens, woher das Fleisch kommt“. Jan mag sein Hobby, mit dem er mindestens eine Stunde täglich verbringt, sehr. „Man sammelt viel Erfahrung und man lernt, Verantwortung zu übernehmen, weil man sich täglich um die Tiere kümmern muss.

Rückschläge

Auch Rückschläge gehören da natürlich mal dazu“. Und dann gibt es da noch etwas, das Freude macht: „Mein Bruder verkauft die Eier und bessert sich damit sein Taschengeld auf“, freut sich Karl, denn: „ich habe einen Gutschein für Hühner von ihm bekommen und kann dann demnächst auch Eier verkaufen.“ Die Treffen im Verein findet Jan wichtig und informativ: „Man kann sich mit den Züchtern gut austauschen“, auch wenn er manches Mal dort andere Jugendliche vermisst. „Aber es ist einfach ein Hobby, für das man Platz braucht. Viele haben ja keinen Garten.“ Nach dem Abi möchte Jan übrigens Tierarzt werden, sicherlich hilft ihm da die Erfahrung mit dem Geflügel auch schon.

Durch den Vater zum Hobby gekommen

Schon lange kein Neuling in der Geflügelzucht ist der Vorsitzende des Vereins Adolf Funke. „Ich bin als 14 Jähriger durch meinen Vater auf das Hobby gebracht worden.“ Das Hobby ist für den Rentner nicht mehr wegzudenken . „Es gehört einfach zu meinem Leben mit dazu“. Geflügelfleisch, verrät der passionierte Züchter, mochte er übrigens noch nie. „Es ist einfach die Tierliebe, die den Spaß bringt.“

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