Kinderstadt Velbert

Jugendparlament ist das Sprachrohr für junge Velberter

Susanne Susok (l.) begleitet das Jugendparlament, Dominika Barszczak und Steven Schiwy sind die Sprecher der politischen Vertretung für junge Velberterinnen und Velberter.

Susanne Susok (l.) begleitet das Jugendparlament, Dominika Barszczak und Steven Schiwy sind die Sprecher der politischen Vertretung für junge Velberterinnen und Velberter.

Foto: Carsten Klein

Dominika Barszczak und Steven Schiwy sind die Sprecher des Velberter Jugendparlaments – und begeistert, wieviel junge Velberter bewirken können.

„Hier können Kinder und Jugendliche merken, dass sie etwas bewegen können in der Stadt, dass ihre Vorschläge umgesetzt werden.“ Dominika Barszczak und Steven Schiwy sind die Sprecher des Velberter Jugendparlaments – und sind Feuer und Flamme für ihre Aufgabe.

Das Jugendparlament setzt sich zusammen aus den Schülersprechern der Velberter Schulen – aufgeschlüsselt nach Schülerzahl: einen Vertreter gibt es für kleinere Einrichtungen mit maximal 500 Schülern, zwei Abgeordnete für Schulen mit bis zu 1000 Schülern und alles darüber darf drei Jugendliche ins Parlament schicken. Dazu kommen bis zu fünf Plätze für Kinder oder Jugendliche, die zwar in Velbert wohnen, aber nicht hier zur Schule gehen.

Schulunabhängige Kandidaten

Wer als schulunabhängiger Kandidat mitarbeiten möchte, muss sich bewerben: gibt es fünf oder weniger Kandidaten, ist mitmachen garantiert. Bei mehr als fünf Kandidaten wird gewählt. Maximal 24 Jahre alt dürfen die jungen Leute sein, wenn sie im Parlament sitzen wollen.

Die Grundidee hinter dem Jugendparlament ist, dass Schüler ihre Wünsche oder ihre Bitten an die Vertreter herantragen können. Im Parlament gibt es verschiedene Arbeitsgruppen, die die Anfragen dann bearbeiten. Acht gibt es in diesem Jahr: SV lokal, Sportfest, Europa, Jugendpolitische Organisationen, ÖPNV, Öffentlichkeitsarbeit, Rassismus und Musik- und Kunstschule.

Die Kinder und Jugendlichen sitzen aber nicht nur für sich und diskutieren. Sie binden auch Verantwortliche aus der Verwaltung mit ein, bringen ihre Vorschläge ein. Beispiel Nahverkehr: „Wir werden wahrgenommen“, sagt Steven Schiwy. „Die städtische Verkehrsgesellschaft VGV und der Stadtrat haben uns hinzugezogen, wenn es um den öffentlichen Nahverkehr ging, damit wir unsere Standpunkte darlegen konnten.“ Das sei „ein schöner Erfolg“ für die Jugendlichen gewesen.

Was die beiden Sprecher auch betonen: Die Tagesordnung bei den Sitzungen des Jugendparlaments stammt von den Jugendlichen selbst: „Wir bekommen nichts vorgesetzt“, sagt Dominika Barszczak. Und Susanne Susok, die von städtischer Seite aus das Parlament begleitet, hebt hervor: „Wenn man die Jugendlichen machen lässt und ihnen was zutraut, dann schaffen die das auch.“

Um in der Öffentlichkeit bekannter zu werden, nimmt die Jugendvertretung derzeit gleich an zwei Wettbewerben teil: Unter dem Hashtag #weareeurope ist ein kurzer Filme entstanden, in dem Mitglieder des Parlaments erläutern, was Europa für sie bedeutet. Das Ergebnis steht noch aus. Und das Lokalradio für den Kreis Mettmann stellt einen Preis zur Verfügung – um den zu gewinnen, muss der Bewerber darlegen, wozu das Geld verwendet werden soll.

Die nächste Sitzung des Jugendparlaments stand am 14. Februar an – im Ratssaal im Velberter Rathaus. „Wer für die dann folgenden Sitzungen Vorschläge einbringen möchte, kann das gerne tun“, fordern die beiden Parlamentssprecher zur Teilnahme auf. Das geht zum Beispiel per Mail an jugendparlament@velbert.de. Die Sitzungen sind immer öffentlich.

>>DAS SIND DIE BEIDEN PARLAMENTSSPRECHER

  • Dominika Barszczak (18) ist von Beginn an – 2016 – Teil des zunächst Schülerparlaments genannten Organs. Sie ist Schülersprecherin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Auch ihre Geschwister sitzen mit im Parlament.
  • Steven Schiwy gehört seit September 2016 dem Jugendparlament an. Der 17-Jährige ist Schülersprecher der Realschule Kastanienallee.
    „Im Parlament sind wir mittendrin“, sagt er, „wenn geplant und gearbeitet wird.“

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