Vereine in Langenberg

Ju-Jutsu in der Judovereinigung erlernen

Mit Judo fing in Langenberg alles an, inzwischen legt der Verein den Schwerpunkt auf Ju-Jutsu.

Mit Judo fing in Langenberg alles an, inzwischen legt der Verein den Schwerpunkt auf Ju-Jutsu.

Foto: Thomas Schmidtke / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Die Langenberger Judovereinigung bietet seit 50 Jahren populären asiatischen Kampfsport an. Dabei zählt der Verein vor allem auf die Ehrenamtler.

„Einige der damaligen Schüler sind heute noch dabei“, erzählt Martin Pfundheler, Vorstandsmitglied der Judovereinigung Langenberg, über die Gründungsväter des Klubs. Vor mehr als 50 Jahren hatten sich Schüler des Gymnasiums Langenberg zusammengetan, um zukünftig gemeinsam dem Judo zu frönen.

Nach einiger Zeit entdeckten die kampfsportbegeisterten Schüler dann die Bedeutung des Ju-Jutsu. Dort sind Judo-Elemente zwar ebenfalls enthalten, hinzukommen aber auch noch Techniken aus dem Karate und dem Aikido sowie aus dem Boxsport.

Gründungsname bleibt erhalten

„Ziel beim Judo ist es, den Gegner nur mit Kontakten zu Boden zu bringen und dort festzulegen“, sagt Pfundheler. „Beim Ju-Jutsu gibt es zusätzlich auch Schläge und Tritte.“ Das Ziel dieser Sportart sei vor allem Selbstverteidigung.

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Und obwohl im Klub mittlerweile Ju-Jutsu im Vordergrund steht, blieb der Gründungsname “Judovereinigung Langenberg e.V.” erhalten. Unter seinem Dach trainiert bis heute eine Ikone des hiesigen Kampfsportes: Der langjährige Cheftrainer des Vereins, Gerd Keitel, ist der erste Ju-Jutsu-Dan-Träger (Meistergrad) in NRW überhaupt und zusätzlich Ehrenpräsident des nordrhein-westfälischen Ju-Jutsu-Verbandes.

Gürtelprüfungen werden anerkannt

Neben Keitel hat der Klub noch zwei weitere Dan-Träger, die ebenfalls im Klub trainieren. Die Gürtel sind – wie in vielen Kampfsportarten – Nachweis für das technische Können der Sportler. Bei der Judovereinigung können Gürtelprüfungen abgelegt werden , Pflicht sind sie aber nicht.

Denn „jeder entscheidet selbst, wie intensiv er Ju-Jutsu betreiben möchte”, wie es vonseiten des Vereins heißt. Wer allerdings seine Prüfung in der Senderstadt ablegt, dessen Gürtel wird von allen wichtigen Kampfsport-Verbänden anerkannt.

Trainingsgemeinschaft mit weiteren Klubs

Die Judovereinigung zählt zwar im Moment nur zwanzig Mitglieder, da aber zwischen ihr, dem 1. JJC Ratingen und dem Ippon Düsseldorf eine jahrzehntelange Trainingsgemeinschaft besteht, können die Sportler der drei Klub s auch beim Training der jeweils anderen Vereine teilnehmen.

Einmal in der Woche trainieren sie bei der Judovereinigung, immer freitags. Um 16 Uhr beginnt das Kindertraining, anderthalb Stunden später das für die Jugend, bevor die Erwachsenen um 19 Uhr die letzte Einheit einläuten.

Den Nachwuchs im Vereinhalten

Im Moment wünscht sich Pfundheler vor allem, dass die Jugend besser im Klub gehalten werden kann. Denn nach dem Abitur oder zu Beginn der Ausbildung wandern die meisten jungen Kampfsportler ab. Daher kommt es auch, dass der Klub im Moment keine Wettbewerbe austrägt: „Das wäre gerade etwas für die Zwanzigjährigen”, sagt Pfundheler. Dann überlegt er einen Moment und sagt lachend: „Wir Erwachsenen sind dafür zu alt.“

Ehrenamtler tragen die Judovereinigung

Dass der Verein trotz der kleinen Mitgliederzahl einen steten Trainingsbetrieb anbieten kann , liegt vor allem an den Ehrenamtlern. Gerd Keitel und Matthias Adolphs stehen da im Vordergrund, es gibt aber noch ein paar Andere, die die Zügel – oder Gürtel – bei der Judovereinigung fest in den Händen halten.

So wie eben Pfundheler, der sich im Vorstand um die Finanzen kümmert. „Ich habe seit meiner Jugend Kampfsport gemacht“, sagt er. Und hofft wohl, dass es ihm mehr Jugendliche gleichtun – damit die Judovereinigung noch ein bisschen Zuwachs bekommt.

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