Stadtplanung

Investor plant Wohn-Komplex direkt am Hardenberger Bach

Freuen sich auf ihre neues Projekt: Investor Christoph Kraemer (li). und Architekt Johannes Krämer sind vor allem vion der außergewöhnlichen Lage der Häuser am Hardenberger Bach begeistert.

Freuen sich auf ihre neues Projekt: Investor Christoph Kraemer (li). und Architekt Johannes Krämer sind vor allem vion der außergewöhnlichen Lage der Häuser am Hardenberger Bach begeistert.

Foto: Alexandra Roth

Neviges.   Spektakuläres Bauprojekt in Neviges: Nach dem Abriss von vier Häusern wird der Bach freigelegt. Der neue Wohnkomplex liegt direkt am Wasser.

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Architekt Johannes Krämer ist ein „alter Hase“ im Geschäft, doch dieses Projekt hält auch ihn in Atem. Dass er inmitten denkmalgeschützter, verwinkelter Häuser Ideen von großzügigen, lichtdurchfluteten Räumen entwickelt – geschenkt, das allein ist nichts besonders. „Aber einen Bach frei zu legen, das macht man nicht jeden Tag.“ In dem verwunschenen Viertel rund um die Weinbergstraße plant Krämer mit Namensvetter Christoph Kraemer, Investor und Besitzer des Grundstücks, einen außergewöhnlichen Wohnkomplex.

Ein,- und Mehrfamilienhäuser mit Blick auf den Bach

Auf einem 1400 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Weinbergstraße/Blücherstraße sollen in Zukunft neben zwei Stadthäusern, also Einfamilienhäusern, ein Fünf,- und ein Sechs-Familienhaus entstehen.

Vier alte Häuser werden für Neubau abgerissen

Rund 3,5 Millionen Euro investiert Christoph Kraemer, der das Grundstück vor zehn Jahren erstand, in den Bau der Eigentumswohnungen und Häuser. Bei Kaufinteresse: Der Preis pro Quadratmeter beträgt voraussichtlich etwa 2600 bis 2700 Euro. Während die denkmalgeschützten Häuser auf dem Grundstück unangetastet bleiben – unter anderem das kleine, pittoreske Fachwerkhäuschen Weinbergstraße Nr 16 und jenes Haus mit der Durchfahrt – werden die Gebäude Ecke Blücherstraße abgerissen.

Neubau in Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz

„Die Altbau-Substanz genügt nicht mehr, so dass eine Modernisierung nicht sinnvoll ist. Deshalb haben wir einem Neubau zugestimmt“, sagt Rainer Helfers, beim Planungsamt der Stadt Velbert zuständig für den Bereich Denkmalschutz. In enger Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde geschieht auch der Neubau, der sich, so Helfers, möglichst harmonisch in das Ensemble der historischen Fachwerkhäuser einfügen soll. Was die Lage betrifft, kann sich Helfers nicht genug begeistern: „Die S-Bahn ist nahe, der Bus, die Altstadt, das ist schon ein attraktives Fleckchen.“

Nicht zu vergessen der Hardenberger Bach, den die Käufer nach den Plänen des Mülheimer Architekten vom Esstisch aus sehen können. Die Wohnungen in dem Fünf-Familien-Haus sind 65 bis 120 Quadratmeter groß, gleiches gilt für die sechs Wohnungen in dem zweiten Mehrfamilienhaus. Hier misst zudem die Erdgeschoss-Wohnung 140 Quadratmeter .

Die Attraktion der je 150 Quadratmeter großen Stadthäuser: Wohnzimmer und Essplatz sind höhenversetzt, die Deckenhöhe beträgt hier rund drei Meter, so erläutert Architekt Krämer. Reizvoll auch der Außenbereich: „Es wird eine kleine Brücke geben, der Innenhof ist von beiden Seiten begehbar.“ Unklar ist, wann die Abrissbirne anrückt und damit der Start frei ist zum Wohnen am Bach.

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