Auszeichnung

Integrationspreis geht an zwei Velberter Schulen

Der Integrationspreis der Stadt Velbert wurde jetzt zum siebten Mal verliehen. Der Hauptpreis ging an das NEG und die MKS.

Foto: Herbert Höltgen

Der Integrationspreis der Stadt Velbert wurde jetzt zum siebten Mal verliehen. Der Hauptpreis ging an das NEG und die MKS. Foto: Herbert Höltgen

Velbert.   Das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium und die Martin-Luther-King-Schule wurden für ihre Bildungsarbeit mit Flüchtlingen und Migranten ausgezeichnet.

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Zwei Velberter Schulen haben den Integrationspreis der Stadt Velbert gewonnen. Das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium und die Martin-Luther-King-Schule bekamen am Mittwochabend den Hauptpreis verliehen. Die Internationale Hilfe Langenberg (IHLA) errang den zweiten Preis und ein Sonderpreis wurde den Stadtlotsen überreicht.

Es war voll an diesem Abend im evangelischen Gemeindezentrum an der Oststraße. Zahlreiche Gruppen und Initiativen hatten sich hier versammelt, um zu erfahren, wer in diesem Jahr den Integrationspreis der Stadt gewonnen hat. Dieser Preis wird alle zwei Jahre verliehen – nun bereits zum siebten Mal. „Diesmal haben wir bei den Preisen einen Schwerpunkt auf die Bildung gelegt, die für die Integration so wichtig ist“, begründete Ivo Simic, Vorsitzender des Integrationsrates, die diesjährige Wahl der Jury.

Bildung stand im Vordergrund

Das NEG wurde für seine Arbeit mit Kindern in den Integrationsklassen ausgezeichnet. Neben dem Unterricht gebe es zusätzliche Angebote wie ein Café oder Spielnachmittage. Oberstufenschüler kümmerten sich in einem Projekt besonders um die Neuankömmlinge. Direktor Michael Anger betonte, dass keiner der Integrations-Schüler seine Schule ohne Abschluss verlassen habe.

Die MKS verdankt ihre Auszeichnung ihrem Projekt „Gewaltfreies leben und lernen“. An der Schule, die zu 80 Prozent von muslimischen Migranten besucht wird, standen die Themen Glaube, Bräuche und Feste, aber auch Glück auf dem Lehrplan. Gemeinsam wurden Ostern und das Zuckerfest gefeiert.

Büro für Flüchtlinge

IHLA wurde für die Arbeit im Integrationsbüro im Rathaus geehrt. Die Räume im Eingangsbereich des Rathauses dienen als Anlaufstelle für Flüchtlinge, hier gibt es Hilfe zu praktisch allen Fragen des täglichen Lebens. Wegen des Andrangs wurde die Sprechzeit von einem Nachmittag in der Woche auf zwei ausgeweitet. Die IHLA-Combo begleitete die Preisverleihung mit flotten Rhythmen musikalisch. Dank einer Kooperation mit der Musikschule können die jungen Männer und Frauen nun einmal wöchentlich proben.

Freiwillige im Café Globus

Für das Café Globus wurden die Stadtlotsen ausgezeichnet. Freiwillige organisieren das Café, hier steht die Begegnung zwischen Bürgern, Freiwilligen und Flüchtlingen im Mittelpunkt. Zudem sei ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten und Sprachförderung erstellt worden.

Als Hauptredner des Abends war eigentlich der ehemalige NRW-Sozialminister Guntram Schneider vorgesehen gewesen. Er war aus persönlichen Gründen verhindert, für ihn sprang die Kreis-Integrationsbeauftragte Arlin Cakalras ein.

>>SPARKASSE STIFTETE DAS PREISGELD

  • Die Sparkasse HRV stiftet das Geld für den Integrationspreis. Die Hauptpreise sind mit 2000 Euro dotiert, der zweite Preis mit 750 Euro, der Anerkennungspreis mit 250 Euro.


  • In der Jury sitzen Vertreter der Stadtverwaltung, der/die Vorsitzende des Integrationsrates und des Sozialausschusses sowie der Sparkasse.

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