Viva la Vida

Inklusives Theaterprojekt zum Leben der Malerin Frida Kahlo

Freuen sich auf die intensive Phase der Probenarbeit zu „Frida Kahlo: Viva la Vida“: Edgar Martinez, Samira Julia Calder (Mitte) und Martina Mann.

Freuen sich auf die intensive Phase der Probenarbeit zu „Frida Kahlo: Viva la Vida“: Edgar Martinez, Samira Julia Calder (Mitte) und Martina Mann.

Foto: Alexandra Roth

Langenberg.   Ein inklusives Theaterprojekt über Frida Kahlo will Grenzen überwinden. Seit einem Jahr arbeiten die Regisseurin Martina Mann und ihr Team daran.

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Wer war Frida Kahlo? Eine bekannte mexikanische Malerin, das ist vielen bekannt. Aber auch: Eine Ikone, eine Feministin, eine nach einem Unfall lebenslang beeinträchtigte, aber starke Frau. Die vielen Facetten dieser faszinierenden Künstlerin zeigt in wenigen Wochen das inklusive Theaterprojekt von Regisseurin Martina Mann „Frida Kahlo - Viva la Vida“.

Bei der Verwirklichung des komplexen Projekts hat sie ein Team aus Schauspielern, Tänzern, Musikern und Unterstützern um sich. Seit einem Jahr plant und organisiert die Langenbergerin mit etwa 20 Teammitgliedern. Viele der fleißigen Menschen hinter den Kulissen stammen aus dem Verein Theater hilft Leben e.V. Und diese Botschaft steckt auch im Stück: „Das Leben zu feiern, trotz aller Widerstände: Das ist die Botschaft von Frida Kahlo – auch in unserem Stück“, betont die Regisseurin.

Eigentlich begann alles schon 1993 – mit einem Buch

Wie und wann kam Martina Mann auf das Thema? „Eigentlich schon 1993, als ich die erste Biografie über Frida Kahlo las.“ Die intensive Probezeit läuft seit einigen Wochen, jedoch unter erschwerten Bedingungen: „Die inklusive Tanzkompanie probt im Schwarzwald, während die Schauspielerin Samira Julia Calder etwa hier im Ruhrgebiet ist“, erklärt Mann.

Eine gemeinsame Probenzeit, bei der auch die beiden mexikanischen Musiker José Javier Reyes und Edgar Martinez anwesend sind, beginnt nun bald in der Wuppertaler Immanuelkirche, wo auch die erst Aufführung am 12. Oktober stattfindet. Auf diese intensive Probenzeit freuen sich alle: „Wir sind gespannt, wie die einzelnen Elemente sich zusammenfügen.“

Kooperation mit der Tanzkompanie „Szene2wei“

Wieviel Dynamik sich in einer gemeinsamen Probe schon allein zwischen Schauspielerin Calder und Musiker Martinez entwickelt, fasziniert: Die Schauspielerin trägt Teile eines Monologs vor, der sich mit dem gefühlvollen mexikanischen Gesang von Martinez zur Gitarrenmusik abwechselt. Die Musiker hat die Deutsch-Mexikanische Gesellschaft vermittelt, die ein Kooperationspartner ist.

Auch die Kooperation mit der inklusiven Tanzkompanie „Szene 2wei“ ist wesentlich für das Stück: Neun Tänzer, darunter fünf mit Beeinträchtigung machen das Leben Frida Kahlos begreifbar: „Durch ihren Tanz übertragen sie bildnerische Kunst auf eine neue Ebene, machen sie für den Zuschauer erfahrbar“, sagt Mann. Sprache, Bewegung und Klang sollen so zu einem vielschichtigen Tanztheater verschmelzen. Ein Vorhaben, das von der Aktion Mensch und dem Kultursekretariat NRW gefördert wird.

Die Regisseurin möchte die Darsteller in den Vorbereitungs- und Probenprozess aktiv mit einbeziehen: „Jeder gibt etwas von sich mit hinein“. Das gibt Schauspielerin Calder etwa die Möglichkeit „eigene Räume zu erweitern und Grenzen zu überwinden.“

Was gefällt Musiker Martinez besonders an Frida Kahlo? „Sie hat sehr konsequent gelebt. Ihr Leben und ihre Kunst waren eins.“

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