Corona-Pandemie

In Velbert sind 19 Menschen neu mit Corona infiziert

In Velbert sind 19 Menschen neu positiv auf das Coronavirus getestet worden.

In Velbert sind 19 Menschen neu positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Velbert.  Auch im Kreis steigen die Zahlen weiter, die Inzidenz beträgt jetzt 70,2. Velberter Ordnungsamt prüft die Einhaltung der Pandemie-Auflagen.

Die Zahl der Coronapatienten steigt weiter stark an. Im Kreis Mettmann wurden am Freitag 346 infizierte Menschen gezählt, 32 mehr als am Vortag. Die meisten von ihnen, nämlich 77 leben in Velbert. Innerhalb eines Tages hat sich die Zahl hier um 19 erhöht, momentan befinden sich 333 Velberter in Quarantäne. Da der Inzidenzwert von 70,2 im Kreis deutlich über der Risikoschwelle von 50 liegt, gibt es im Kreis Einschränkungen im öffentlichen Leben.

Nur noch 25 Personen bei privaten Feiern

Bei größeren Feiern außerhalb der privaten Wohnung dürfen nur 25 Personen anwesend sein. Ab 23. Oktober müssen solche Feiern auch beim Ordnungsamt angezeigt werden, bei Zuwiderhandlungen drohen Geldbußen bis zu 2500 Euro. Der Veranstalter muss zudem eine detaillierte Teilnehmerliste einreichen. Ab einem Neuinfektions-Wert von 50 sind allgemein nur noch Treffen von fünf Menschen in der Öffentlichkeit erlaubt.

Herausforderungen für die Ordnungsämter

Mit der aktuellen Corona-Schutzverordnung warten neue Herausforderungen auf die Ordnungshüter, die die Einhaltung der Vorschriftenkontrollieren müssen. „Wir haben ein klares Vollzugsdefizit“, sagte etwas NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kürzlich und bezog sich dabei auf Corona-Kontrollen: Die Kommunen sollen strenger prüfen und kontrollieren.

712 Bußgeldverfahren eingeleitet

Die Stadt Velbert lässt dazu verlauten: „Der kommunale Ordnungsdienst führt ständige Kontrollen anhand der aktuellen Fassung der Corona-Schutzverordnung durch.“ Ein Kapazitäten-Problem, wie es anderswo bemängelt wird, scheint es hier nach offizieller Verlautbarung nicht zu geben. „Die Dienstpläne berücksichtigen tägliche Kontrollen, die entsprechenden Kapazitäten werden bereitgestellt.“ Und das scheint durchaus zu fruchten: Bei über 6000 Kontrollen seit der ersten Coronaschutzverordnung vom 30. März 2020 wurden 712 Bußgeldverfahren eingeleitet. Obwohl die Stadt keine genauen Statistiken führt, ließe sich für die Monate März und April „die Mehrzahl der Verstöße auf die zu dem Zeitpunkt geltenden Kontaktverbote“ zurückführen.

Korrekt geführte Listen

Die Ordnungsämter müssen auch kontrollieren, ob sich alle Gäste korrekt in die Listen beispielsweise von Gaststätten eintragen und keine Fantasienamen benutzen. Hält sich ein Gast nicht daran, drohen 250 Euro Bußgeld. Doch großflächig überprüfen lässt sich das nicht, jedenfalls nicht in Velbert. Die Stadt erklärt, die Einhaltung der notwendigen Maßnahmen werde „stichprobenartig“ kontrolliert. Die Ordnungshüter dürfen auch bei privaten Feiern an gewerblichen Orten vorbeischauen, um zu überprüfen, ob die Feiern in Einklang mit der Schutzverordnung vonstattengehen. „Das wird vom Ordnungsamt praktiziert“, sagt ein Stadtsprecher.https://www.waz.de/staedte/velbert/jetzt-den-newsletter-mit-velberter-nachrichten-abonnieren-id227896281.html

Belehrungen vor Ort

Anders sieht die Situation allerdings in den eigenen vier Wänden aus: Wer dort feiert, der bleibt wohl weiter unbehelligt, eine Personenobergrenze gibt es nicht. Was aber geschieht, wenn das Ordnungsamt einen Hinweis auf eine riesige Party in privaten Räumlichkeiten bekommt? Dazu erklärt die Stadtverwaltung: „Bisher wurde auch in enger Abstimmung mit der Polizei gleichartig jedem Hinweis nachgegangen.“ Vor Ort seien die Personen „belehrt“ worden. Weitere Berichte aus Velbert lesen Sie hier.

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