Kirche

In Nierenhof nimmt das Gemeindeleben wieder Fahrt auf

Im Sommer richtete die Evangelische Gemeinde Nierenhof die Gottesdienste unter freiem Himmel aus. So langsam passt dafür aber das Wetter nicht mehr.

Im Sommer richtete die Evangelische Gemeinde Nierenhof die Gottesdienste unter freiem Himmel aus. So langsam passt dafür aber das Wetter nicht mehr.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Während der Hochphase der Corona-Pandemie fand auch das kirchliche Leben weitestgehend virtuell statt. So langsam normalisiert es sich aber.

Einer der schönsten Tage für die Evangelische Gemeinde Nierenhof war in diesem Sommer der 27. Juli: 75 Kinder standen mit ihren Eltern auf Abstand auf dem Gelände der Gemeinde an der Kohlenstraße. „Den Mitarbeitern ging das Herz auf“, erinnert sich einer der Betreuer, denn: „Kinder, die isoliert zu Hause bleiben mussten, durften die Gemeinde besuchen, nach Herzenslust auf den Großspielgeräten toben“, freute sich Pfarrer Dirk Scheuermann. Außerdem konnten die Kinder in Kleingruppen über den Glauben nachdenken und in festen Gruppen ein gemeinsames Mittagessen genießen.

Zum ersten Mal in Jahrzehnten prüfte das Kreisgesundheitsamt aus Mettmann eine Veranstaltung der Gemeinde – und: „Es war alles gut“, berichten die Organisatoren aus der Gemeinde. Die Verantwortlichen der Deutschen Zeltmission, die „Camissio“ – das Kindercamp – in diesem Sommer an 20 Orten in Deutschland durchgeführt haben, hatten ein sorgfältig ausgearbeitetes Hygienekonzept vorgelegt.

Gruppen nehmen Treffen wieder auf

Inzwischen sind einige Wochen vergangen, die Lage hat sich deutschlandweit geändert, die Corona-Verordnungen sind mehrfach angepasst worden. Und so trifft man sich in der Gemeinde mittlerweile auch wieder zu Frauenhilfe und Bibelstunde. Auch die Sportgruppen nutzen die Mehrzweckhalle wieder.

Der Posaunenchor, der donnerstags das Felderbachtal beschallt hat, probt jetzt wieder in der Halle; Hauskreise treffen sich bei gutem Wetter in privaten Gärten oder auch im Gemeindehaus an der Kohlenstraße 46. Der Jugendtreff „fireabend“ ist freitags „unüberhörbar und unübersehbar“ aktiv, meldet die Gemeinde. „Trotz der sinnvollen Hygienevorschriften, die achtsam eingehalten werden, normalisiert sich das Gemeindeleben“, freuen sich die Verantwortlichen.

Taufgottesdienst war ein Höhepunkt

Der Taufgottesdienst an der Ruhr sei ebenfalls ein „wunderschöner Höhepunkt“ gewesen, erinnert sich Pfarrer Dirk Scheuermann: „Weit mehr als 300 Besucher konnten sich auf der Wiese verteilen, die Taufen miterleben und ihren Glauben öffentlich bekennen“.

Bis zum heutigen Tage habe die Gemeinde zudem sechs Konfirmationsgottesdienste auf der Wiese gefeiert. „Unter freiem Himmel mit etwas Wind haben die infektiösen Aerosole keine Chance, frische gesunde Luft strömt in die Lungen, und die Gemeinde lobt Gott mit ganzem Herzen und aus vollen Kehlen“, berichtet Pfarrer Scheuermann.

Besondere Atmosphäre auf der Kirchwiese

Dass die Kirchwiese wie ein Amphitheater genutzt werden könne, schaffe eine „wunderbar freie Atmosphäre“. Eltern mit Kindern bringen Decken und Campingstühle mit. Es lohne sich wieder zu kommen und den Gottesdienst vor Ort mitzuerleben, ist sich Dirk Scheuermann sicher: „Es ist auch für die Gemeinde ein großes Anliegen, für die Kranken in unserer Gemeinde zu beten. Sie sind nicht vergessen, auch wenn sie zur Zeit nicht in die Kirche kommen können“.

Seit Sonntag, 13. September, sind auch die Gottesdienste für Kinder in Kirche und Gemeindehaus wieder gestartet. Besucher müssen sich allerdings anmelden. „Wem es nicht möglich ist zu kommen, kann auch den Kindergottesdienst weiterhin online miterleben“, informiert die Gemeinde.

Alle Informationen gibt es über die Gemeinde-Homepage: www.kirche-nierenhof.de.

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