Stadtentwicklung

In der Losenburg sind neun neue Mehrfamilienhäuser geplant

Im Gebiet Losenburg sollen neun neue Mehrfamilienhäuser entstehen.

Im Gebiet Losenburg sollen neun neue Mehrfamilienhäuser entstehen.

Foto: Hans Blossey

Velbert.   Stadtplaner stellten Bürgern in Velbert nun die neuen Bebauungspläne vor. Neubauten in der Hedwigstraße und in der Von-Behring-Straße vorgesehen

In der Losenburg sollen auf zwei größeren Grundstücken mehrere Mehrfamilienhäuser entstehen. Dafür müssen neue Bebauungspläne aufgestellt werden. Die Stadtverwaltung stellte den Bürgern nun erste Pläne im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung vor.

Die Grundstücke liegen an der Hedwigstraße und an der Von-Behring-Straße. Letzteres ist das größere Bauprojekt. Hier sollen auf einem Grundstück, das rund 9500 Quadratmeter groß ist, sechs Gebäudeblöcke errichtet werden. Die Fläche, die zum einen Teil einst der Stadt und zum anderen einer Kirchengemeinde gehörte, ist an einen privaten Investor verkauft worden. Der will auf dem Grundstück verteilt sechs Gebäudeblöcke bauen lassen, vier kleinere und zwei größere.

Grünfläche soll erhalten bleiben

Zwischen den beiden Komplexen bleibt eine größere Fläche frei, damit eine Grünfläche erhalten bleibt. Die Häuser sollen zweigeschossig werden. Für jeweils zwei Gebäude wird eine Tiefgarage gebaut. „So stören später die Autos das Straßenbild nicht“, sagte Björn Leißner vom städtischen Planungsamt.

Für diesen Bereich gab es bereits vor Jahren einen Bebauungsplan. Ursprünglich waren hier Doppel- und Reihenhäuser vorgesehen. Damals hatte sich aber kein Bauträger gefunden, der hier bauen wollte. „Grund war wohl die Topographie, die bergige Lage,“ vermutet Björn Leißner.

Drei Häuser auf der Brachfläche

Mehrfamilienhäuser sind auch für die Brachfläche an der Hedwigstraße, zwischen Hildegardstraße und Losenburger Weg, vorgesehen. Das rund 3300 Quadratmeter große Grundstück ist von Wohnbebauung umgeben, Bäume sind bereits gefällt worden. In drei Mehrfamilienhäusern sollen etwas 28 Wohnungen errichtet werden. Auch diese Häuser sollen zweigeschossig werden, 40 Prozent des Grundstücks sollen überbaut werden. Hier sind ebenfalls Parkplätze in Tiefgaragen geplant, zusätzlich sollen noch Unterstellmöglichkeiten in Carports geschaffen werden.

Für dieses Grundstück gibt es bereits einen Projektentwickler, die Exklusiv Wohnbau. Sie baut bereits beispielsweise Häuser in Herten, Duisburg und Dortmund.

Baustart frühestens in gut einem Jahr

Bis zum Baustart, so Leißner, könne es noch gut ein Jahr dauern. Da die Bebauung an der Von-Behring-Straße in den Außenbereich gehe, würden hier wohl auch Artenschutzprüfungen notwendig werden. Im kommenden Herbst könne der Bebauungsplan dann öffentlich ausgelegt werden, bevor er dann Mitte 2020 dem Rat zum Beschluss vorgelegt werde.

Nachdem in den letzten Jahren auf größeren Grundstücken vor allem Reihen- und Doppelhäuser entstanden sind, werden nun auch in größerem Umfang wieder Mehrfamilienhäuser gebaut.

>>IMMUNOLOGE GAB DER STRASSE DEN NAMEN

  • Emil Adolf Behring, ab 1901 von Behring, wurde 1854 in Westpreußen geboren und war ein deutscher Immunologe und Serologe. Er war Begründer der passiven antitoxischen Schutzimpfung („Blutserumtherapie“) und erhielt 1901 den ersten Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
  • Besonders aufgrund seiner Erfolge bei der Entwicklung von Heilmitteln gegen die Diphtherie und den Wundstarrkrampf (Tetanus) wurde er in der Presse als „Retter der Kinder“ und als „Retter der Soldaten“ gerühmt. Behring wurde daraufhin 1915 von Kaiser Wilhelm II. mit dem Eisernen Kreuz am weißen Bande ausgezeichnet.

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