Städtische Immobilien

Immobilienservice in Velbert hat Bildung und Kitas im Fokus

Zu den tollen Projekten in der Stadt zählt Andreas Sauerwein nicht zuletzt das Gebäude der Martin-Luther-King-Hauptschule und aktuell die neue Grundschule an der Kastanienallee.

Zu den tollen Projekten in der Stadt zählt Andreas Sauerwein nicht zuletzt das Gebäude der Martin-Luther-King-Hauptschule und aktuell die neue Grundschule an der Kastanienallee.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Velbert.  Immobilienservice Velbert hat vor allem Bildung und Kitas im Blick. Es fällt aber immer schwerer, Projekte in der vorgesehenen Zeit umzusetzen.

„Das wird funktionieren und als Pilotprojekt auf Landesebene seine Kreise ziehen“, sagt Andreas Sauerwein und meint die Umwandlung des Forum Niederberg in das Velberter Bürgerforum. Man gehe davon aus, dass der förmliche Förderbescheid Anfang Dezember vorliegen werde und möglichst noch vor Weihnachten ein Ratsbeschluss zur Auftragsvergabe erfolge. „Das Projekt nimmt richtig Fahrt auf, das ist ein Riesenschritt für Velbert“, so der langjährige Leiter des städt. Fachbereichs Immobilienservice.

45 Mitarbeiter bewegen übers Jahr mehr als 20 Millionen Euro

Zu Monatsbeginn war sein Dienstantritt als Technischer Beigeordneter im benachbarten Heiligenhaus, Anlass genug, ein Resümee seiner Zeit in Velbert zu ziehen. So richtig weg von der Stadt und seinen Leuten ist Sauerwein aber noch nicht, so oft wie er weiterhin wir sagt. Anfangs, blickte der 49-Jährige beim

Gespräch mit der WAZ vor seinem Wechsel zurück, bewegten 45 Mitarbeiter im Kernbereich jährlich einen Bauumsatz in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro. Aktuell seien es mehr als 20 Millionen, „ohne großartig mehr Personal“. Neubesetzungen seien jedoch ohnehin schwierig, der Markt sei leergefegt. Für laufende Instandhaltungen ohne Fördermittel würden per anno ca. 1,5 Millionen Euro ausgegeben.

Angebote mitunter doppelt so hoch wie die Schätzung

„Wir werden große Schwierigkeiten haben, geplante Projekte in der vorgesehenen Zeit umzusetzen.“ Das gelte, ohne mehr Mitarbeiter, nicht zuletzt für Förderprogramme wie etwa „Gute Schule 2020“ mit teils sehr kleinen Einzelmaßnahmen. „Alle Kommunen haben da das gleiche Problem.“ Das Land habe die Umsetzungsfrist deshalb von 24 auf 48 Monate verlängert. Hinzu komme, dass die Baubranche „absolut ausgelastet“ sei: „Wir kriegen teils Angebote, die sind doppelt so hoch wie die Kostenschätzung.“

Überfluss an Flächen eingedämmt

Die Immobilien-Profis haben „sehr konsequent“ den Weg verfolgt, vor allem Bildung und Kitas im Fokus zu haben, so wie es vor Ort schon länger Priorität hat. Und sie haben die Hinweise der Gemeindeprüfungsanstalt zum Konsolidierungsprozess aufgenommen und umgesetzt, deren zufolge die Stadt Velbert zuviel Gebäudefläche habe. Ergo trennte man sich von Rathaus, Stadthalle und David-Peters-Haus in Neviges sowie vom alten Schwimmbad in Langenberg, gab in Velbert-Mitte den Standort Am Baum auf, wo Jobcenter und Polizei angesiedelt wurden, und verabschiedet sich von drei Grundschulen. Die Nedderstraße 50 steht noch auf der Liste; dazu kamen viele kleine Wohngebäude. „Eigentlich ist das Thema damit erledigt.“

Ärmel aufgekrempelt und Gas gegeben

Beim Immobilienservice sei wirklich eine tolle, sehr motivierte Mannschaft am Start. Die Flüchtlingsunterbringung sei allerdings „echt ne harte Zeit“ gewesen. „Wir haben die Ärmel aufgekrempelt und Gas gegeben. Das hat uns aber ganz stark mitgenommen.“ Das Team des Fachbereichs, der als Mieter an der Heidestraße untergebracht ist, habe den Vorhabenplan sowie den Wartungs- und Prüfungsplan neu auf die Beine gestellt, „ganz viele“ Reinigungsverträge mit besseren Qualitätskriterien ausgeschrieben und ein Web-Portal als Meldesystem aufgebaut. Das ist in erster Linie für Mängelmeldungen gedacht, die z. B. Schulleiter und Hausmeister direkt eingeben können.

Rathaus ist mehr als eine rein wirtschaftliche Frage

Beim Rathaus werde man Vorabmaßnahmen ergreifen müssen, um es weiter nutzen zu können. Fällig seien u. a. Schottungsarbeiten und die Instandsetzung von Türen, aus Fluren und von Treppen müssten Brandlasten entfernt werden. Die denkbare Bandbreite bewege sich letztlich zwischen Komplett-Sanierung und völligem Abriss nebst Neubau. „Das Ganze ist aber nicht nur eine wirtschaftliche Frage“, meint Andreas Sauerwein, vielmehr müsse man auch schauen, ob das Rathaus, so wie es jetzt sei, überhaupt funktional und zukunftsfähig sei.

Sanierungskonzept fürs Schloss ist fast komplett

Zum Abschluss noch ein Blick nach Neviges: Das bautechnische Sanierungskonzept für Schloss Hardenberg ist nahezu fertig. Aktuell läuft die Abstimmung mit der oberen, beim Landschaftsverband Rheinland angesiedelten Denkmalbehörde bezüglich des Brandschutzes für das Herrenhaus. Das betreffe vor allem Flucht- und Rettungswege. „Man wird das fertige Konzept voraussichtlich nach den Sommerferien vorstellen können und dann einen förmlichen Förderantrag stellen.

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