Feste

Hubertusmesse und viele andere Veranstaltungen fallen aus

Bei der Hubertusmesse am 5. November 2017 im Mariendom spielten die Jagdhornbläser Hardenberg-Neviges.

Bei der Hubertusmesse am 5. November 2017 im Mariendom spielten die Jagdhornbläser Hardenberg-Neviges.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Neviges.  Die Nevigeser müssen wegen der Corona-Pandemie auf viele liebgewonnenen Veranstaltungen verzichten. Bei einer fällt die Entscheidung im Oktober.

Keine Hubertusmesse, kein Kreativmarkt, kein Adventsmarkt vor dem Dom. Und das ist noch nicht das Ende der Streichliste. In diesem Herbst und Winter müssen die Nevigeser aufgrund der Corona-Krise auf viele liebgewonnene Veranstaltungen verzichten.

Seit 32 Jahren fällt zum ersten Mal die Hubertusmesse im November aus. Der besonders feierliche Gottesdienst im Dom fasziniert Jahr für Jahr auch Menschen, die ansonsten höchstens zu Weihnachten in die Kirche gehen. Alle beteiligten Vereine, so Wallfahrtssekretärin Stefanie Schmitz, wie das Fanfarencorps, die Jagdhornbläser, der Männergesangsverein und nicht zuletzt die Feuerwehr Neviges, seien sich einig gewesen: Eine Hubertusmesse, wie sie die Besucher lieben, ist mit den nötigen Corona-Schutzmaßnahmen nicht zu vereinbaren. Zumal die Feuerwehr auch gar nicht hätte mitmachen dürfen, wie Stadtbrandinspektor Tobias Flentje-Meyer erläutert: „Uns ist aktuell untersagt, an privaten Veranstaltungen wie der Hubertusmesse oder auch dem Martinszug teilzunehmen.“ Denn müssten seine Leute in Quarantäne, könnten sie im Ernstfall bei einem Brand nicht ausrücken, die Sicherheit wäre somit nicht mehr gewährleistet. Auch rein dienstlich dürfen daher zurzeit nicht mehr als zwölf Feuerwehrleute zusammen kommen. Ein kleiner Trost: Ohne das Urgestein Pater Hubertus, der im April mit 90 Jahren gestorben ist, wäre es sowieso keine Messe wie immer gewesen.

Keine Tiersegnung vor dem Dom

Ausfallen muss auch der Kreativmarkt in der Glocke, bei dem Hobbykünstler aus der Region Schönes für das Heim zeigen. Organisatorin Anne Kipper hofft nun auf den Frühlingsmarkt am 27. und 28. März 2021. Die katholische Gemeinde sagt auch die für Oktober geplante Tiersegnung und den Adventsmarkt des Pfarrcäcilienchores vor dem Dom ab. Bei der Tiersegnung, so Wallfahrtssekretärin Stefanie Schmitz, stehe man auch vor einem zeitlichen Problem. „Es ist ja eine Veranstaltung draußen, da gibt es andere Vorgaben der Stadt. Wir haben uns damit noch nicht so genau beschäftigt, die drei Abbés sind ja auch noch nicht lange hier.“ Und wer weiß, vielleicht müsste es ja auch eine Anwesenheitsliste für Hunde geben, so merkt sie scherzhaft an.

Risikogruppen nicht gefährden

Aus Sorge um das Wohl der Besucher und auch um das derjenigen, die ihn auf die Beine stellen, fällt auch der Adventsmarkt des Pfarrcäcilienchors aus. Vor dem Dom verkaufen die Chormitglieder seit Jahrzehnten selbst gebastelte Deko und mehr. Nicht nur, dass beim Verkauf in den kleinen Holzbuden der Abstand nicht eingehalten werden könne. „Die Sachen werden ja auch gemeinsam gebastelt. Und alle, die da mitmachen, gehören vom Alter her zur Risikogruppe“, sagt Stefanie Schmitz, die mit ihrer Mutter Babyschuhe, Püppchen und Socken strickt.

Chorleiter hofft noch

Draußen Adventsmarkt, drinnen das Domkonzert des Rhythmus-Chores – so ist es seit Jahrzehnten Tradition. Chorleiter Manfred Hagling hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, mit seinem Rhythmus-Chor die Besucher auch beim 43. Domkonzert in Adventsstimmung zu versetzen. „Wir haben uns bis zum 15. Oktober eine Frist gesetzt. Bis dahin müssen wir wissen, ob es geht“, sagt die 1. Vorsitzende Brigitte Hagling. Als erstes wolle man jetzt mit den drei neuen Abbés sprechen. „Wenn sie von vornherein Nein sagen, brauchen wir uns erst gar keinen Kopf um eine Hygiene-Konzept zu machen.“

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