Freizeit am Schloss

Holde Maiden und Handwerker beim Mittelaltermarkt in Neviges

Die Gruppe Maidendanz begeisterte wieder einmal mit ihren Tänzen in historischen Kostümen. Die Damen schwitzten noch ordentlich, im Laufe des Tages hieß es dann: Land unter am Schloss.

Foto: Alexandra Roth

Die Gruppe Maidendanz begeisterte wieder einmal mit ihren Tänzen in historischen Kostümen. Die Damen schwitzten noch ordentlich, im Laufe des Tages hieß es dann: Land unter am Schloss. Foto: Alexandra Roth

  Zuerst große Hitze, dann goss es am Schloss: Doch vom Wetter ließ sich zum Start des viertägigen Mittelaltermarktes keiner die Laune verderben.

Weiße Leinenzelte stehen auf der Wiese vor dem Schloss. Es riecht nach Feuer. Von der Vorburg erklingt Dudelsackmusik. „Da kann man sich glatt vorstellen, man ist in den Highlands – es passt sogar das Wetter“, scherzt Max, ein Händler von der Riemenschneiderei, denn derzeit regnet es Bindfäden. Land unter beim Mittelaltermarkt am Schloss Hardenberg.

Die Veranstalter, Händler und Lagerer nehmen es gelassen und rücken unter den Zelten ein bissschen dichter zusammen: Dort ist es trocken, der Stoff ist tatsächlich wasserfest. Und das nicht dank neumodischer Imprägnierungen. Andrea Hofer von der Marktgilde zu Hardenberg und Mitveranstalterin des 18. Mittelaltermarkts schaut nach oben und lächelt: „Auch wenn es regnet, bleibt es bei uns gemütlich. Mit Ruß wird der Baumwollstoff verdichtet und wir bleiben im Trockenen.“

Entspannte Stimmung trotz Wolkenbrüchen

Mit einem Blick zum Himmel sagt sie: „Das ist hier alles ja ganz entspannt. Wir sind von Ostern bis Weihnachten auf Märkten und haben da schon ganz Anderes erlebt“ – Schnee oder Hagel beispielsweise. Auch die anderen Besucher scherzen. Mit einem Schild über dem Kopf sagt ein Gast: „Das ist mein faradayischer Käfig“.

Für Marktbummler war das Wetter am Eröffnungstag sicher nicht ideal. „Erst heiß und drückend – nun der Regen und Gewitter, aber wir haben ja noch das ganze lange Wochenende“, zeigt sich Andrea Hofer optimistisch und sie weiß, dass es sicher noch viele Besucher zum 18. Markt ziehen wird. „Das Ambiente hier ist einfach sehr schön, direkt auf der Wiese vor dem Schloss. Das ist etwas, was vielen anderen Märkten fehlt.“

Vier Tage ein volles Programm mit 50 Händlern

Auch Alina (11) freut sich jedes Mal darauf, den Mittelaltermarkt mit ihren Eltern zu besuchen. „Ich mag es total, in eine vergangene Welt zu tauchen. Die Greifvögel von der Falknerei sind besonders spannend.“ Doch nicht nur die stolzen Raubvögel sind beeindruckend. Noch bis Sonntag dürfen sich die Besucher auf 50 Handwerker, Händler und Verköstiger freuen.

Der Schmied zeigt, wie schweißtreibend es einst war, das Eisen zu schmieden, Ritterkämpfe sorgen für aufregendes Herzklopfen bei den Zuschauern und mit der mittelalterlichen Musik von Fafnir tauchen die Besucher in eine längst vergangene Welt ein. Tamino, der Gaukler hat die Lacher immer auf seiner Seite und richtig feurig geht es bei Lacuna et Ignem zu. Auch die stilecht gekleideten Tänzerinnen der Gruppe „Maidendanz“ sorgen für die richtige, mittelalterliche Stimmung vor dem Schloss.

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