Gartenfreunde

Hobbygärtner tauschen Pflanzen und gute Tipps aus

Was gibt’s denn hier Schönes? Groß war das Interesse der Hobbygärtner bei der Pflanzenbörse des Obst- und Gartenbauvereins.

Was gibt’s denn hier Schönes? Groß war das Interesse der Hobbygärtner bei der Pflanzenbörse des Obst- und Gartenbauvereins.

Foto: Ulrich Bangert

Neviges.   Großer Andrang herrschte bei der Pflanzenbörse des Obst- und Gartenbauvereins Neviges. Stauden und Blumen gingen weg wie warme Semmeln.

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Die alljährliche Tauschbörse des Obst- und Gartenbauvereins ist mittlerweile so beliebt, dass nahezu alle Pflanzen im Hof der Gaststätte „Seidl“ bereits nach einer Stunde vergriffen waren. Hannelore Küpper ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Bierbänke mit Blumen waren schnell wie leergefegt

„In der Zeitung stand doch, die Börse geht bis 13 Uhr“, sagt sie ein wenig vorwurfsvoll zu Gabriele Schnabel vom Obst- und Gartenbauverein. Es ist kurz vor 12, die aufgebauten Bierbänke sind wie leergefegt, einzig ein einsamer Zitronengrasableger wartet noch auf seinen Liebhaber. „Es war wieder ein richtiger Ansturm heute, die Leute haben eifrig getauscht oder durften auch so Pflanzen mitnehmen. Dass jetzt nichts mehr da ist, dafür können wir ja nun auch nichts“, erklärt Gabriele Schnabel.

Die schwarze Krim ist der Hit

Es liegt natürlich auch an dem guten Wetter, die Menschen haben einfach Lust, im Garten zu werkeln. Werner Rasch verstaut derweil die letzten ergatterten Pflanzen in seinem Kombi, darunter vor allem sehr seltene Tomatenarten. „Hier, das ist eine schwarze Krim“, liest der begeisterte Hobbygärtner von einem Schildchen ab, „und das hier eine Stabtomate, Red Zebra. Und hier, die Phantasie, soll auch eine wunderbare Tomate sein“.

Experten geben Tipps für gesundes Wachstum

Seine Frau hat die mitgebrachten Stauden und Herbstastern gegen zarte Steingewächse und Studentenpflanzen eingetauscht. „Die locken Schnecken an“, wissen die Rasch´, die bereits vor einigen Jahren für ihren parkähnlichen Garten ausgezeichnet wurden. Mittlerweile sind noch andere Besucher- leider zu spät- eingetrudelt, darunter auch Erika Becklas. In einer Tasche hat sie Storchenschnabel mitgebracht, möchte ihn jetzt auch nicht wieder mit nach Hause nehmen. Kurzerhand verschenkt sie ihn an Hannelore Küpper, die sich offensichtlich riesig darüber freut. „Na, dann hat sich der Weg hierher ja doch gelohnt.“ Andere Pflanzenfreunde kommen mit den Experten vom Obst- und Gartenbauverein ins Gespräch,ergattern so, statt Pflanzen, wertvolle Pflegeratschläge.

Beim Rhododendron den längsten Ast abschneiden

„Wenn Ihr Rhododendron nach unten ausdünnt, einfach den längsten blühenden Ast ganz unten abschneiden, der wird direkt wieder treiben und so die Pflanze wieder auffüllen“, weiß Wilfried Fritsche, der viele Jahre als Gärtner gearbeitet hat. Und er hat noch einen Tipp für alle, die Probleme mit dem Buchsbaumzünsler haben. „Algenkalk kann helfen. Bestreuen Sie den Buchsbaum damit, gut verteilen, anfeuchten, dann dürfte das Problem eigentlich beseitigt sein.“

Die ganze Familie freut sich über Tomatenpflanzen

Karin und Werner Rasch wollen nun schleunigst nach Hause, vor allem die vielen Tomatenpflanzen sollten schnell ins Gewächshaus gebracht werden. Wenn alles gut geht, kann das Ehepaar bald viel mehr von dem roten Gemüse ernten als man verzehren kann. „Bei drei Kindern, fünf Enkeln und fünf Urenkeln“, sagt Werner Rasch lachend, „sehe ich da keine Probleme, dass etwas übrig bleibt.“

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