SPD-Sommertour

Historikerin Griese trifft Langenberger Heimatforscher

In der heimatkundlichen Sammlung des Arbeitskreises Alt-Langenberg ließ Kerstin Griese (2.v.l.) sich von Barbara Brombeis auch einen Bandwebstuhl erklären.

Foto: Alexandra Roth

In der heimatkundlichen Sammlung des Arbeitskreises Alt-Langenberg ließ Kerstin Griese (2.v.l.) sich von Barbara Brombeis auch einen Bandwebstuhl erklären. Foto: Alexandra Roth

Langenberg.   Im Rahmen ihrer „Sommertour“ machte Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese am Mittwoch im Heimatmuseum des Arbeitskreises Alt-Langenberg Station.

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Es war unübersehbar: Ganz in ihrem Element bewegte sich Kerstin Griese, als die Bundestagsabgeordnete gestern am dritten Tag ihrer „Sommertour“ durch den Wahlkreis in Langenberg Station machte. Besuchte die SPD-Politikerin doch den VHS-Arbeitskreis Alt-Langenberg in dessen heimatkundlicher Sammlung im ersten Stock des Alten Rathauses. Was für die studierte Historikerin beinahe so etwas wie ein „Heimspiel“ war.

Bundestagsabgeordnete ist selbst Historikerin

Ihr Spezialgebiet, verriet Griese, die an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Geschichte und Politikwissenschaften studierte, sei ja jüdisches Leben in Düsseldorf während der NS-Zeit gewesen. Und auch wenn sie sich heute im beruflichen Alltag eher gegenwärtigen als geschichtlichen Herausforderungen widmen muss, versicherte sie dem knappen Dutzend Arbeitskreis-Mitglieder, die zu diesem Lokaltermin gekommen waren: „Mein historisches Herz schlägt immer noch.“

Und davon konnten sich die Gastgeber dann auch fast zwei Stunden lang selbst ein Bild machen. Interessiert fragte die SPD-Politikerin nicht nur über das allgemeine Arbeitsfeld der Heimatforscher, nein, sie fragte auch jeden einzelnen ganz persönlich nach seinen Beweggründen: „Warum machen Sie das? Warum widmen Sie sich mit so viel Einsatz gerade dem Thema Stadtgeschichte?“

Und dann erzählte jeder erzählte seine Geschichte

Aufmerksam hörte Griese zu, als dann jeder seine ganz persönliche Geschichte erzählte: Carla Sondermann etwa, die von Essen in einen alten Bauernhof im Wallmichrath zog und dort ihre Leidenschaft dafür entdeckte, die Geschichte der niederbergischen Bauerschaften zu erforschen; Monika Heitmann, die das Interesse an Familienstammbäumen zum Arbeitskreis führte; Peter Dettling, den es 1946 nach dem Krieg aus der Ukraine nach Langenberg verschlagen hatte und der begierig darauf war, alles über die neue Heimat in Erfahrung zu bringen; oder Barbara Brombeis, die zum Arbeitskreis stieß, weil sie mehr über das denkmalgeschützte Haus erfahren wollte, das sie in Langenberg gekauft hatte – und heute den Arbeitskreis leitet.

Staunende Blicke beim Gang durch die Ausstellungsräume

Bei einem Gang durch die Ausstellungsräume bestaunte Kerstin Griese dann alle die Exponate, die von den rührigen Heimatforschern im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen wurden. Eine Arbeit, der die Politikerin unverhohlen höchstes Lob zollte, als sie, die studierte Historikerin, den ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen bescheinigte: „Ich find das unglaublich toll, was Sie sich hier erarbeitet haben.“

Und ihr Wunsch, man möge sie doch bitte auf jeden Fall in den Verteiler für die nächsten Ausstellungen aufnehmen, schien tatsächlich aus vollem Herzen zu kommen.

>>>NÄCHSTE AUSSTELLUNG IM SEPTEMBER

Auch der Termin für die nächste Ausstellung steht schon fest: Sie soll am 3. September um 11 Uhr in der heimatkundlichen Sammlung im 1. Stock des Alten Rathauses Langenberg (Hauptstraße 94) eröffnet werden.

Den Häusern nördlich des Hardenberger Baches war der erste Teil der Ausstellung „Langenberg: Abriss, Neubau, Wandel“ gewidmet – jetzt folgen die Häuser südlich dieser Grenzlinie.

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