Gesellschaft

Hilfe für bulgarische Zuwanderer in Velbert

Ins städtischen Wohnheim an der Talstraße werden in den nächsten Wochen 90 neuangekommene Flüchtlinge ziehen.

Foto: Uwe Möller

Ins städtischen Wohnheim an der Talstraße werden in den nächsten Wochen 90 neuangekommene Flüchtlinge ziehen. Foto: Uwe Möller

Zwei Sozialarbeiterinnen kümmern sich um Neubürger aus Südosteuropa. In der Unterstadt wird ein Ladenlokal als Anlaufstelle eingerichtet.

Zwei Sozialarbeiterinnen kümmern sich seit einigen Wochen um Zuwanderer aus Südosteuropa, die sich in Velbert angesiedelt haben. Dies berichtete Fachbereichsleiter Markus Hackethal auf der jüngsten Sitzung den Mitgliedern des Sozialausschusses.

Ladenlokal in der Unterstadt als Anlaufstelle

Am 1. Januar dieses Jahres wurden in Velbert 1100 Zuwanderer aus Südosteuropa gezählt, erklärte Hackethal auf eine Anfrage im Ausschuss hin. Das Gros von ihnen (950) lebe in Velbert-Mitte, in Neviges seien es 83 und in Langenberg 70 Personen. Daher werde auch in der Unterstadt ein Ladenlokal angemietet, das als niederschwellige Anlaufstelle für die Menschen aus Südosteuropa dienen soll. Zugleich sollen die beiden Mitarbeiterinnen, die der bulgarischen Sprache mächtig sind, im Stadtteil unterwegs sein und den Menschen erklären, „wie unsere Sozialsysteme funktionieren und andere elementaren Dinge erklären“, so Hackethal.

Finanziert wird das Ganze über Fördermittel in Höhe von 250000 Euro, die der Kreis erhält. Der größte Teil davon (210000 Euro) fließt in die Arbeit nach Velbert.

In nächsten Wochen werden 90 Flüchtlinge erwartet

In den kommenden Monaten bekommt Velbert auch wieder Zuweisungen von Flüchtlingen. Insgesamt 90 Personen sollen in den nächsten Wochen in die Stadt kommen.

„Es werden jede Woche 15 Personen geschickt bis das Kontingent erfüllt ist“, so Hackethal. Sie werden zunächst in den städtischen Räumen an der Talstraße untergebracht, wo momentan noch genügend Platz sei. Anschließend sollen die Flüchtlinge eigene Wohnungen beziehen.

Beauftragter für Inklusion

Während diese beiden Themen erst unter dem Punkt Verschiedenes aufploppten, nahm das Thema „Beauftragter für Menschen mit Behinderungen“ zuvor breiten Raum auf der Sitzung ein. In seiner vorherigen Zusammenkunft hatte der Ausschuss der Verwaltung den Auftrag gegeben, in Ämtern und Verbänden den Bedarf für einen hauptamtlichen Integrationsbeauftragten zu prüfen. Die meisten Fachbereiche in der Stadtverwaltung sahen keinen Bedarf mit Ausnahme des Immobilienservices.

Das sahen die Mitglieder des Sozialausschusses völlig anders. CDU, SPD und Linke äußerten die Notwendigkeit, einen hauptamtlichen Beauftragten für die Inklusion zu installieren. Die Aufgabe sei für einen Ehrenamtler zu umfangreich. Dennoch sollte auch auf zusätzliche Ehrenamtler nicht verzichtet werden. Bislang kümmert sich Bernd Tondorf ehrenamtlich um die Belange behinderter Menschen in der Stadt. Wie es im Ausschuss hieß, möchte er aber dieses Amt aufgeben.

Nun soll bei einer Sitzung des Arbeitskreises Inklusion im Oktober mit den Betroffenen erarbeitet werden, welche Rolle einem Behindertenbeauftragten in der Stadt zugeschrieben werden soll, welche Anforderungen er erfüllen soll. „Wir sollten uns die Zeit nehmen, das Profil zu bearbeiten“, resümierte Dezernent Gerno Böll zum Ende der Debatte.

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