Alkohol-Prävention

GSG-Schüler lernen Gefahren von Alkohol kennen

Adam (v.l.), Leon und Katalin ordnen Organe zu, die beim Alkoholkonsum geschädigt werden können.

Adam (v.l.), Leon und Katalin ordnen Organe zu, die beim Alkoholkonsum geschädigt werden können.

Foto: Uwe Möller

Velbert-Mitte.   Die Ginko-Stiftung aus Mülheim bringt Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums spielerisch-präventiv die Risiken des Alkoholkonsums nahe.

„Wir wollen den Schülern Infos über Alkohol mitgeben“, sagt Mascha Widler. Sie führt im Auftrag der Ginko-Stiftung für Prävention den so genannten „Alkparcours“ am Geschwister-Scholl-Gymnasium durch. Hierbei lernen die Schüler die Risiken von Alkohol kennen.

Film zeigt rechtliche Grundlagen

An fünf verschiedenen Stationen können die Neuntklässler alle möglichen Themenbereiche abklappern. So beantwortet ein Film die rechtlichen Fragen rund um das Thema. Die Schüler erfahren hier etwa, dass es Unterschiede in den Verkaufsmodalitäten gibt: manche Getränke ab sechzehn, manche ab achtzehn. Zudem werden sie noch einmal daran erinnert, dass Fahren unter Alkoholeinfluss strikt verboten ist - das indes wissen die meisten bereits.

Körper gerät in Mitleidenschaft

An einer anderen Station erfahren die Kinder Wissenswertes über alkoholfreie Alternativen. „Sie lernen da, was sie auf Partys sonst noch so trinken können“, erzählt Widler. Station drei wartet mit besonders anschaulichen Beispielen auf, wo und inwieweit Alkohol dem Körper schadet. Anschaulich lernen die Schüler, welche Organe durch das Lebergift geschädigt werden können. Die Gesichter der Kinder drücken durchaus Überraschung aus - mit derart ernsten Folgen haben einige wohl nicht gerechnet.

Verantwortungsbewusstsein schaffen

„Ich hoffe, ihr lernt hier etwas“, sagt Katrin Schulze. Sie ist die Schulsozialarbeiterin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und beobachtet gerade einen Schüler dabei, wie er samt Promille-Brille versucht, eine gerade Linie entlangzulaufen. Diese Brillen simulieren starke Trunkenheit, wahlweise 1,0 oder 1,8 Promille. Der Schüler antwortet auf ihre vorher gestellte Frage nur bedingt zitierbar, ja, Alkohol sei eben... . „Darum geht es uns doch gar nicht“, sagt Schulze, „wir wollen einfach, dass ihr verantwortungsbewusst damit umgeht“. Ein ähnliches Ziel verfolgt auch Widler: „Es geht uns dabei viel um Sicherheit; darum, dass sie immer in Gruppen rausgehen, damit sich immer jemand um sie kümmern kann, falls sie doch mal zu viel trinken.“

Elftklässlerinnen helfen

Indessen hat Schulze zwei Schülern die Aufgabe aufgetragen, eine Nachricht auf ihrem Handy zu verfassen - während sie die Promille-Brillen tragen. Danach sollen sie eine Tür aufschließen. Alles gar nicht so einfach, stellen sie fest. Währenddessen sitzen Paulina Rumpf, Debby Gómez und Lou Kortmann im Nebenzimmer. Die drei Elftklässlerinnen beaufsichtigen die Schüler an der „Flirt-Station“. Hier sollen merkwürdige Verhaltensweisen aufgezeigt werden, zu denen Betrunkene neigen. In einem kurzen Moment der Ruhe erzählen die drei ein bisschen von ihren Aufgaben beim „Alkparcours“ – und schließen: „Wir hoffen einfach, dass die Schüler die Risiken kennenlernen und Hemmungen entwickeln.“

>>DIE GINKO-STIFTUNG

  • Die Ginko-Stiftung für Prävention mit Sitz in Mülheim an der Ruhr basiert ihre Aktivitäten auf vier Grundsätzen: Persönlichkeit stärken, Orientierung, Prävention und Qualitätssicherung.
  • Die Stiftung arbeitet mit verschiedenen hochrangigen Partnern zusammen. So wird sie etwa vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt.

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