WAZ-Kids

Grundschüler aus Velbert setzen sich mit der WAZ auseinander

Die Klasse 4a der Albert-Schweitzer-Schule hat Zeitung gelesen und den Inhalt besprochen.

Die Klasse 4a der Albert-Schweitzer-Schule hat Zeitung gelesen und den Inhalt besprochen.

Foto: Uwe Möller

Velbert.   Lesen, analysieren, selber schreiben: Die vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule haben sich mit der WAZ befasst. Ein Besuch im Unterricht.

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Evelyn strahlt. „Ich glaub, ich hab’ den richtigen Job für mich gefunden: Ich will für die Zeitung schreiben.“ Die Zehnjährige und ihre Klassenkameraden aus der 4a der Albert-Schweitzer-Schule haben zwei Wochen lang am Projekt WAZ-Kids teilgenommen und die Zeitung mit ihren Facetten erkundet. Um Evelyn herum wird gelesen, getextet, aus der Zeitung ausgeschnitten und geklebt.

Das Lesen der Zeitung war in den Projektwochen in den Klassen 4a und 4b fester Bestandteil des Stundenplans. „Wir haben den Tag immer mit einem Zeitungsfrühstück begonnen. Das sollte keine Pflichtleseveranstaltung sein, sondern ich wollte, dass der Spaß im Vordergrund steht“, sagt Klassenlehrer Marcel Emersleben.

Altug und Jonas lesen im Sportteil

Und das ist gelungen: „Die Kinder haben sich immer drum gerissen, sobald die Pakete mit den Zeitungen gekommen sind. Sie haben sich richtig drauf gestürzt“, erzählt Emersleben. Und das, obwohl viele der Schüler zuvor noch keinen oder nur wenig Kontakt mit dem Medium Zeitung hatten. „Für viele war es ein Erstkontakt. Dann waren sie positiv überrascht, dass auch viele Sachen drinstehen, die sie interessieren.“

„Früher dachte ich, dass Zeitung doof ist“, schmunzelt der 9-jährige Altug. „Ich dachte, dass ist nur etwas für Eltern.“ Nun hat er aber doch Gefallen am gedruckten Wort gefunden. Besonders der Sportteil hat es ihm angetan. Diese Vorliebe teilt er mit seinem Sitznachbarn Jonas: „Über Fußball lese ich gerne“, sagt der Zehnjährige. Am liebsten lesen die beiden Jungs, wie auch die meisten ihrer Klassenkameraden, aber die Kinderseite „Deine Seite“. „Wegen dem Witz, dem Comic und der Frage des Tages“, erklärt Jonas.

In den zwei Projektwochen haben die Grundschüler aber nicht nur gelesen, sondern auch viel über die Zeitung und wie sie entsteht erfahren. Geholfen hat dabei das WAZ-Kids-Arbeitsheft „Meine Reporterschule“. „Aus dem Heft habe ich viel gelernt“, sagt Lilly. „Zum Beispiel wie man einen Bericht schreibt, welche Teile es in der Zeitung gibt und wie die Zeitung gemacht wird.“

Auch Lillys Freundin Evelyn hat die Arbeit im „Reporterheft“ Freude bereitet: „Wir mussten zum Beispiel Überschriften für Nachrichten selbst finden, das hat viel Spaß gemacht. Am besten fand ich, dass wir auch jemanden interviewen mussten.“

Klassenlehrer Emersleben zieht eine durchweg positive Bilanz: „Die Kinder sind gerne an das Thema rangegangen – und mit viel Eigenmotivation. Für sie war es wirklich eine schöne Sache. Sie werden traurig sein, wenn nächste Woche die Zeitung nicht mehr kommt“, sagt der 34-Jährige.

Bei Lilly haben die beiden Wochen einen bleibenden Eindruck hinterlassen: „Ich werde jetzt mehr Zeitung lesen, nicht so viel Fernsehschauen“, sagt sie. Deshalb will sie ihre Mutter bitten, ihr die Zeitung künftig bis zum Nachmittag aufzubewahren, damit sie sie nach der Schule lesen kann. Und auch Nachwuchs-Reporterin Evelyn will künftig mehr in der WAZ lesen. Einen ersten eigenen Artikel haben die beiden Freundinnen sogar auch schon verfasst: einen Bericht über die Klassenfahrt für die schuleigene Homepage.

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