Polizei

Großeinsatz der Polizei nach Brandanschlag in Neviges

In der idyllisch gelegenen Hügelstraße warf der Tatverdächtige am Morgen des 7. Oktober den ersten Brandsatz.

In der idyllisch gelegenen Hügelstraße warf der Tatverdächtige am Morgen des 7. Oktober den ersten Brandsatz.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Neviges.  Ein Mann (34) sorgte am Morgen des 7. Oktober für einen Großeinsatz der Polizei. Er wird verdächtigt, mehrere Brandsätze geworfen zu haben.

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Die Meldungen erreichten die Polizei am Morgen des 7. Oktober ab 7 Uhr früh Schlag auf Schlag. Ein vermummter, scheinbar total geistig verwirrter Mann, so heißt es in der Mitteilung der Polizei, sorgte für einen Großeinsatz: Kräfte aus dem ganzen Kreisgebiet rückten aus, ein Hubschrauber kreiste stundenlang erst über die Hügelstraße und dann über dem Siepen. Der 34-Jährige wird dringend verdächtigt, mehrere Molotow-Cocktails geworfen zu haben. Ein Nevigeser wurde dabei leicht verletzt.

Vermummter stellte wirre Fragen nach einem Auto

Gegen 6.55 Uhr meldete nach Angaben der Polizei ein Anwohner der Hügelstraße, dass an seiner Haustür ein vermummter und vollkommen dunkel gekleideter Mann erschienen sei, der wirr erscheinende Fragen nach einem bestimmten Auto gestellt habe. Als der Nevigeser dem Unbekannten nicht weiterhelfen konnte, zog der Fremde laut Polizei beim Verlassen des Grundstückes plötzlich eine Flasche mit brennender Flüssigkeit und einen Ziegelstein aus seinem Rucksack. Beides warf er in Richtung des Hausbewohners, der von dem Stein gestreift und leicht verletzt wurde.

Büsche an der Hügelstraße brannten

Der vermeintliche „Molotowcocktail“ traf den Mann nicht, so die Polizei, sondern zerschellte im Gebüsch. Zum Glück hatte es vorher geregnet: Die Büsche gerieten zwar leicht in Brand, konnten aber von der sofort alarmierten Feuerwehr nur wenig später mit einer Kübelspritze schnell gelöscht werden.

Der vermummte und daher auffällig gekleidete Täter flüchtete zu Fuß in zunächst unbekannte Richtung, wurde aber schon wenig später in Neviges-Mitte gesehen. Die vorbildlichen Zeugen, so das Lob der Polizeibeamten, meldeten die ihnen seltsam erscheinende Person sofort der Polizei, die umgehend die Spur weiter verfolgte.

Weiteren Brandsatz geworfen

Dann der nächste Hinweis: Der Vermummte wurde an einem ehemaligen Werkstattgebäude an der Siebeneicker Straße gesehen. Hier warf er eine weitere Glasflasche mit brennbarem Inhalt durch ein zerstörtes Fenster. Dieser Brandsatz zündete glücklicherweise nicht, es kam auch zu keinem Schaden. Wieder rückte die Feuerwehr an und kontrollierte das Gebäude, sie musste jedoch nicht eingreifen. Aylin Özbey, Anwohnerin an der Siebeneicker Straße, traute kaum ihren Augen, als sie morgens aus dem Fenster sah: „Überall Einsatzwagen auf der anderen Straßenseite, bestimmt sieben Stück.“

Polizei nahm 34-Jährigen in der Wohnung fest

Die Polizei fahndete nicht nur in Neviges mit einem riesigen Aufgebot nach dem Täter, sondern ermittelte parallel systematisch, um den Gesuchten zu identifizieren. Zu welcher Person könnte ein derartiges Verhalten passen? Dabei, so berichtet die Polizei, konkretisierten sich relativ schnell erste Hinweise. In den Fokus geriet ein als Drogenkonsument und psychisch auffällig bekannter 34-jähriger Mann aus Neviges, den die Polizei gegen 9.15 Uhr in seiner Wohnung antraf und als dringend tatverdächtig festnahm. Gegen den Mann wurden Strafverfahren eingeleitet, die polizeilichen Ermittlungen dazu dauern aktuell an. Zeugenhinweise nimmt die Polizei in Velbert unter 02051 946-6110 auch weiterhin jederzeit entgegen.

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