Handel

Geschäftsstruktur der Langenberger Altstadt wandelt sich

Die „Bücherwelten“ von Peter Stobbe an der Hauptstraße 81 gibt es nun nach zehn Jahren nicht mehr. Einen Nachmieter gibt es aktuell noch nicht.

Die „Bücherwelten“ von Peter Stobbe an der Hauptstraße 81 gibt es nun nach zehn Jahren nicht mehr. Einen Nachmieter gibt es aktuell noch nicht.

Foto: WAZ FotoPool

Langenberg.   Viele Ladenlokale in Langenberg stehen leer. Doch der Anblick täuscht: Zwar gab es auch Geschäftsaufgaben, doch Neueröffnungen und Standortwechsel prägen das Bild.

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Die Langenberger Geschäftswelt verändert sich. Hatte Mechthild Apalups, zweite Vorsitzende der Langenberger Werbevereinigung, Mitte des letzten Jahres noch Schwierigkeiten gehabt, leerstehende Ladenlokale für die Weihnachtspräsentationen im Dezember zu finden, so hätte sie derzeit reichlich Auswahl.

Dennoch, mancher noch sichtbare Leerstand wird sich im Laufe der nächsten Monate auch wieder füllen. Beispielsweise zieht zum 2. Februar Anke Herms mit Ankes Lädchen aus der Hauptstraße 86 an die Hauptstraße 59-61 um. Mit der größeren Fläche wird sich auch ihr Angebot erweitern, vor allem Second Hand, Outlet und Kunsthandwerk finden sich dann im neu benannten „Ziebberitzka“.

War bis Ende Dezember noch Ulla Paulicks „CopyPlus“ dort zuhause, findet sich deren breites Angebot nun an der Kamperstraße 12.

Auch Sylvia und Patric Illigen haben ihre Geschäftsräume erweitert. An der Hauptstraße 36 öffnen sie zusätzlich zur Relaxinsel im Kreiersiepen am kommenden Montag, 11. Januar, ihr Beratungszentrum für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Konfliktberatung. „Wir helfen außergerichtlich bei Konflikten, bei der Stressbewältigung inklusive Einzelcoachings. Und ganz wichtig, wir bieten BGM, welches für Arbeitgeber verpflichtend ist“, so Sylvia Illigen.

Zwei Antiquariate geschlossen

Illigens sind dann in den Räumen, in denen zuvor Simone Rüttgers mit „Art of Haarmonie“ zu finden war. Sie wirkt nun gleich gegenüber an der Hauptstraße 37.

Doch nicht jedes Geschäft ist umgezogen, manche Inhaber haben ihr Geschäft in Langenbergs Altstadt auch gänzlich aufgegeben. Darunter Peter Sendlak, der nach vier Jahren „Peter’s Bookshop“ nun endgültig in Rente geht. „Das Projekt war sowieso auf ursprünglich fünf Jahre befristet.“ Wegen seines Enkelkindes habe er es ein Jahr früher beendet. Doch Sendlak will hier aktiv bleiben. Dies gilt nicht für das zweite Antiquariat, dass Ende 2015 schloss: Anfänglich beim Aufbau der Bücherstadt Langenberg ab 2001 aktiv, räumte nun Antiquar Peter Stobbe die Räume der „Bücherwelten“. Nach mehr als zehn Jahren „hat mich das Antiquariat insgesamt 150 000 Euro und etwa 300 unbezahlte Sonntage gekostet.“

Auch Floristikmeister Christian Käbe schloss zum Ende des Jahres seine Blumenbinderei „florales“ an der Hauptstraße 81. Doch schräg gegenüber hatte im Oktober 2015 das Antiquitätengeschäft „Altes und Schönes“ eröffnet. Neu ist auch „tusentack“ an der Hauptstraße 52. Künstlerin Kamu Wares bietet dort ihre Bilder sowie Workshops an, gemeinsam mit Mitinhaberin Stefanie Kusenberg, die Stoffe und Nähkurse anbietet.

Neue Kleingastronomie

Was dem Stoff- und Wollgeschäft „Näh Sowas“ an der Hauptstraße 44 folgen wird, wenn es Ende Februar schließt, ist noch nicht klar. Klar ist jedoch, dass wieder eine kleine Gastronomie in die ehemaligen Räume des Café Pí, Hauptstraße 38, einziehen wird. Das Altstadt-Eck bleibt geschlossen.

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