Schule

Gesamtschüler in Velbert gestalten ihre Pausenhalle neu

Legen Hand bei der Innenausstattung an: Lukas Schlieper, Marvin Heine, Leon Baumeister und Celina Halangk werden in ihrer Freizeit zusammen mit Mitschülern und Elternhilfe die Chill-Ecken aufbauen. Foto:Uwe Möller

Legen Hand bei der Innenausstattung an: Lukas Schlieper, Marvin Heine, Leon Baumeister und Celina Halangk werden in ihrer Freizeit zusammen mit Mitschülern und Elternhilfe die Chill-Ecken aufbauen. Foto:Uwe Möller

Velbert.   Umbau und Modernisierung werden zum 30. Geburtstag der Gesamtschule fertig. Der auf 300 qm gewachsene Raum wird auch zur Sprachförderung genutzt.

Wenn die Schüler an der Poststraße künftig etwas weniger Interesse am Fachunterricht an den Tag legen und stattdessen deutlich mehr Lust haben, rum- und abzuhängen – also zu „chillen“ –, dann könnte das sehr gut an der umgebauten und gründlich modernisierten Pausenhalle der städtischen Gesamtschule liegen.

Arbeiten begannen in letzten Sommerferien

Denn die geht, nachdem dort bereits in den Sommerferien 2016 u. a. die alten Fenster entfernt worden sind, so langsam ihrer Vollendung entgegen und soll nebst der funkelnagelneuen Sprachbox (WAZ berichtete) nächsten Monat zum 30. Geburtstag der Gesamtschule offiziell in Betrieb gehen.

Land gewährt Hilfen im Städtebau

Antje Häusler, ihre Leiterin, habe bereits 2012 Kontakt mit der AG Spielraum aufgenommen, erzählt Stefan Kandula die Vorgeschichte. Über Jahre sei das Ganze jedoch lediglich vom Prinzip Hoffnung getragen gewesen und stets an mangelndem Geld gescheitert, so Kandula weiter, der ursprünglich als SV-Lehrer mit der Neugestaltung betraut worden war. Aber endlich war dann doch Geld da. Dank des NRW-Sonderprogramms „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“. Mit seiner Hilfe wird vor Ort die Sprachbox gebaut und für 300 000 Euro incl. Rauchwarnanlage und neuer Akustikdecke auch die Pausenhalle auf Vordermann gebracht.

Eigene Ideen und Vorschläge

Deren Fläche wächst nach Auskunft von Bauleiter Volker Düll (Immobilienservice) um gut 80 auf 300 qm, weil der zuvor überdachte Außenbereich einbezogen wurde. Isolier-Verglasung mit wärmegedämmten Sandwich-Elementen hat die alte Ein-Scheiben-Verglasung abgelöst; statt des simplen Fußbodens – Waschbetonplatten auf Beton – gibt’s eine zehn Zentimeter dicke Wärmedämmung und Estrich. Der zweifarbige Bodenbelag gliedert den gesamten Raum optisch. Hell und freundlich wirkt das Ganze, bei der Farbgebung dominieren weiß, blau und gelb.

Knallbunte Kissen als Farbtupfer

Vor allem aber liegen 150 Europaletten bereit, aus denen Schüler mit Elternunterstützung an den kommenden Samstagen die Chill-Ecken bauen. Jeweils mindestens zwei übereinander, obendrauf Polster und als Farbtupfer knallbunte Kissen. Paletten deshalb, weil sie genormt und nicht so teuer seien, erklärt Marvin Heine. Zudem sei so die nötige Stabilität gegeben.

Architektenkammer half den Schülern

„Mehr Aufenthaltsraum und mehr Sitzmöglichkeiten“ gehörten zu den zentralen Wünschen, als die Gesamtschüler ganz vieler Klassen mit Architektenhilfe ihre eigenen Ideen und Vorschläge für die Pausenhalle von morgen entwickelt haben. Das sei ja gerade der Clou bei dem Vorhaben, betont Carolin Driller (Architektin und Projektleitung). Seit der Schließung für den Umbau habe auch echt was gefehlt, meint Leon Baumeister.

Eigene Zone zum Erledigen der Hausaufgaben

Der Kiosk-Bereich ist überarbeitet; noch fehlt bei der zugehörigen Theke die Holzauflage. Die Halle wird mit einem Beamer ausgestattet und erhält eine Hausaufgabenzone mit runden Tischen und Hockern. „Sieht ja voll cool aus“, loben die ersten Kommentare.

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