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Kommunalgebühren in Velbert steigen 2018 leicht an

Auch die Winterdienstgebühren sind je nach Wichtigkeit der Straße unterschiedlich hoch.

Foto: Uwe Möller/Archiv

Auch die Winterdienstgebühren sind je nach Wichtigkeit der Straße unterschiedlich hoch. Foto: Uwe Möller/Archiv

Velbert.   Vorschau auf die Kommunalgebühren im TBV-Verwaltungsrat. Anstieg beträgt im Schnitt 1,5 Prozent. Satzungen werden im Dezember beschlossen.

Vor ziemlich genau einem Jahr gab’s bei der Vorschau auf die neuen Kommunalgebühren gute Nachrichten. Da wurden, abgesehen von der Straßenreinigung, für 2017 durch die Bank leichte Senkungen in Aussicht gestellt. Für 2018 zeichnet sich hingegen eine andere Entwicklung ab.

Kreismischgebühr fällt moderater aus

Die Gebühren-Steigerung werde im Schnitt bei rund 1,5 Prozent liegen, kündigte Sven Lindemann am Donnerstagabend im Verwaltungsrat der Technischen Betriebe Velbert (TBV) an. Beim Abfall blieben die Gebühren aber nahezu stabil, fügte der TBV-Vorstand hinzu. Dabei wirke sich nicht zuletzt die für die Kosten für Verbrennung/Holzverwertung relevante Kreismischgebühr positiv aus, die nach jetzigem Stand moderater ausfallen werde. Negativ zu Buche schlägt aber der Rückgang bei der Gesamt-Veranlagungsmenge. Und wenn es unterm Strich weniger Tonnen-Volumen gibt, wird’s eben für alle teurer. Nach jetzigem Stand müssen Restmüll- und Biotonnennutzer 1,04 und Eigenkompostierer 1,48 Prozent mehr berappen.

Salzsilos sind überholt worden

Die Schmutzwassergebühr für Mitglieder der Wasserverbände – also Firmen und Industriebetriebe – wird um fünf Cent bzw. 3,65 Prozent pro Kubikmeter teurer und die für Otto-Normalverbraucher um sechs Cent bzw. 2,22 Prozent. Dafür verantwortlich seien hauptsächlich Personalkosten, erläuterte Lindemann. Man habe früher die Sinkkästen selbst gereinigt und lasse das jetzt durch eine Firma erledigen, weil man die eigenen Leute in der Kanal-Kolonne brauche. Dadurch habe man die Instandhaltung verbessert und erhöht. Das Niederschlagswasser wird für den normalen Gebührenzahler um einen Cent/Quadratmeter teurer.

Fußgängerzonen ausgeklammert

Im Bereich der Straßenreinigung stehen den Bürgern ebenfalls höhere Preise ins Haus. Diese steigen je nach Klassifizierung – Fußgängerzonen/Geschäftsstraßen sowie Durchgangs-, Verbindungs- oder Anliegerstraßen – zwischen drei Cent bzw. 1,47 Prozent und 32 Cent bzw. 6,23 Prozent pro laufenden Meter. Analog zu dieser „Sommerreinigung“ werden die Winterdienstgebühren – abhängig von der Bedeutung der jeweiligen Straße – ebenfalls nach unterschiedlichen Kategorien erhoben. Die Anstiege bewegen sich zwischen zwei und vier Cent. Die Anlieger von Fußgängerzonen sollen im nächsten Jahr ausnahmsweise mal gar nicht zur Kasse gebeten werden. Dort bestehen nämlich nach TBV-Angaben noch Überdeckungen in ausreichender Höhe. Grundsätzlich spielt beim Winterdienst der Umstand eine Rolle, dass nun die alle fünf Jahre fällige und rund 45 000 Euro teure Überholung der Salzsilos mit in der Kalkulation steckt.

Beschluss kurz vor Weihnachten

Wichtig: Bei allen Berechnungen handelt es sich um vorläufige Ergebnisse, die sich bis zum endgültigen Beschluss der Satzungen im TBV-Verwaltungsrat am 20. Dezember noch verändern können.

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