Nachruf

Gastwirt „Tassos“ aus Neviges ist tot

Zum 40-jährigen Jubiläum seiner Gastwirtschaft „Alter Bahnhof Neviges“ ließ es Anastasios Sitmalidis (r.) wie Tassos offiziell hieß, 2018 mit Ehefrau Anna und Sohn Nikos richtig krachen.

Zum 40-jährigen Jubiläum seiner Gastwirtschaft „Alter Bahnhof Neviges“ ließ es Anastasios Sitmalidis (r.) wie Tassos offiziell hieß, 2018 mit Ehefrau Anna und Sohn Nikos richtig krachen.

Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services

Neviges.  In seinem Restaurant „Alter Bahnhof feierten Generationen, er war „der Grieche“. Am 17. September ist Tassos, wie ihn alle nannten, gestorben.

Diese Nachricht stimmt viele Nevigeser traurig: Tassos ist tot. Anastasios Sitmalidis, wie Tassos offiziell hieß, ist im Alter von 74 Jahren am 17. September nach schwerer Krankheit in der Uniklinik Essen gestorben. „Er hat sechs Monate lang gekämpft“, sagt Ehefrau Anna, die sich in dieser Zeit gemeinsam mit der ganzen Familie rührend um das Familienoberhaupt gekümmert hat. 42 Jahre lang war Tassos, wie er nur genannt wurde, „der Grieche“ in Neviges. Man ging zu Tassos, um Freunde zu treffen, Ouzo zu trinken, lecker zu essen. Sohn Nikos, der schon länger den „Alten Bahnhof“ an der Bernsaustraße führt, wird das Lebenswerk seines Vaters weiterführen.

Angefangen als Gastarbeiter

Noch zum 40. jährigen Jubiläum seiner Gastwirtschaft hatte es Tassos im September 2018 richtig krachen lassen, hatte mit Stammgästen und Freunden bis um sechs Uhr morgens gefeiert, getanzt und stolz auf sein Lebenswerk geschaut. Im Jahr 1969 kam er als Gastarbeiter nach Neviges, arbeitete unter anderem bei Erbslöh. Nach einer Auseinandersetzung mit einem Vorabeiter, so hatte Tassos einst erzählt, warf er 1978 das Handtuch und entschied sich, eine Kneipe aufzumachen. Gemeinsam mit Ehefrau Anna pachtete er zunächst die Kneipe „Küpper“, später von der Deutschen Bahn den „Alten Bahnhof“, den er 2004 kaufte. Tassos war ein Familienmensch, sein ganzer Stolz waren immer Sohn Nikos, Tochter Efpraxia und natürlich die sechs Enkel. Seine tapfere Ehefrau Anna: „Jetzt wollen wir ihm seinen letzten Wunsch erfüllen und ihn nach Hause bringen.“

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