Benefizkonzert

Gänsehautmomente im Nevigeser Mariendom

Beim Benefizkonzert im Mariendom zugunsten der Orgel sang auch die Chorgemeinschaft Deilbachtal

Beim Benefizkonzert im Mariendom zugunsten der Orgel sang auch die Chorgemeinschaft Deilbachtal

Foto: WAZ FotoPool

Neviges.   Um die Königin der Instrumente im Dom in Schuss halten zu können, luden Chorstandverband und Förderverein zum Benefizkonzert ein.

Musikmachen kann ziemlich teuer sein: Allein das Stimmen der Orgel im Mariendom kostet jährlich 3000 Euro. Deshalb veranstalteten der Stadtverband Velberter Chöre und der Förderverein Nevigeser Wallfahrtsstätten am Samstagnachmittag zum zweiten Mal ein Benefizkonzert für die Musik im Dom.

Sechs Chöre aus allen Velberter Stadtteilen – der Dom-Chor, der Quartettverein Liederkranz und die Chorfreunde Plan B aus Neviges, der Frauenchor Silcher Nierenhof und die Chorgemeinschaft Deilbachtal aus Langenberg und der Frauenchor Chorisma aus Velbert-Mitte – sowie der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Velbert sorgten dabei abwechselnd für besinnliche und berührende, für mitreißende und schwungvolle Momente.

Beeindruckende Akustik

Das Programm deckte eine ganze Bandbreite geistlicher Musik ab – von „Schau auf die Welt“ bis hin zu „Von guten Mächten“. Bei manchen Stücken wie „Die Rose“ von Amanda McBroom summten einige Zuhörer im fast bis auf den letzten Platz gefüllten Dom leise mit. „Go in Peace and Love“ von Sally K. Albrecht sorgte für Gänsehautmomente und bei den „Kumbayah-Variationen“, gespielt vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, wippte der eine oder andere mit dem Fuß im flotten Takt. „Der Musikzug bringt richtig Schwung in das Konzert“, stellte Heiner Döbbeler begeistert fest. Dem konnte seine Frau Olivera nur zustimmen. Sie ergänzte: „Das Ave Maria des Frauenchors war aber auch sehr schön. Die Akustik im Dom ist wirklich beeindruckend, einfach einmalig.“ Roswitha Daub hat sich mit der Karte für das Benefizkonzert zum Namenstag selbst beschenkt. Sie erzählte: „Ich bin normalerweise auch aktive Chorsängerin. Für mich war es heute ein Highlight, nicht mitzuwirken, sondern zur Ruhe zu kommen und die Lieder zu genießen. Das Konzert war wunderbar, so richtig für die Seele und das Herz.“

Zum Abschluss musste Roswitha Daub dann aber doch noch singen. Denn alle sechs Chöre stimmten gemeinsam mit dem Publikum und dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ an. Noch im Hinausgehen hörte man von vielen Zuhörern, was es „für ein schönes Konzert“ gewesen sei. Laut Alois Weber, Vorsitzender des Fördervereins Nevigeser Wallfahrtsstätten, brachte das letzte Benefizkonzert vor drei Jahren einen Erlös von etwa 7000 Euro ein.

Da der Dom auch in diesem Jahr voll war, rechnet er mit einem ähnlichen Betrag.

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