Jubiläum

Friseure Paciello in Neviges feiern 25-jähriges Bestehen

Ausnahmsweise posiert Roberto Paciello hier mal ohne seinen Bruder für ein Foto. „Es ist toll, mit seiner Familie zusammen zu arbeiten“, sagt er.

Ausnahmsweise posiert Roberto Paciello hier mal ohne seinen Bruder für ein Foto. „Es ist toll, mit seiner Familie zusammen zu arbeiten“, sagt er.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Tönisheide.  Friseur Betrieb in Tönisheide feiert Jubiläum. Roberto Paciello erinnert sich an Anfänge und erzählt, wie es sich mit der Familie arbeiten lässt.

Roberto Paciello klopft seinem Sohn auf die Schulter, als dieser gerade einen Telefonanruf entgegen nimmt: „Riccardo ist jetzt auch in der Ausbildung bei uns, im zweiten Lehrjahr“, sagt er stolz. Wenn Roberto redet, merkt man schnell, dass der Friseurladen an der Kuhlendaler Straße nicht nur sein Arbeitsplatz ist, „sondern auch mein Wohnzimmer.“

Vor 25 Jahren hat sein Bruder Giovanni Paciello den Friseursalon eröffnet; Roberto selbst war damals noch ein Angestellter. 1998 ist dann auch Roberto mit in das Geschäft eingestiegen und die Brüder sind mit ihrem Salon in die Kuhlendahlstraße 6 gezogen. „Wir haben winzig angefangen mit vier Frisierplätzen“, erinnert Roberto Paciello sich.

Familienbetrieb legt Wert auf Tradition

Heute kann man nur von außen an den braunen Backsteinen noch erkennen, dass der Friseursalon schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat. Im Inneren setzt die Familie auf modernste Ausstattung: Die Räume sind hell und lichtdurchflutet, die Produkte in stylischen Glaskästen präsentiert. „Wir müssen eben mit der Zeit gehen“, meint Saloninhaber Roberto Paciello.

Auch heute laufen die beiden Läden der Paciellos in Velbert Mitte und Tönisheide noch voll und ganz in Familienregie.

Roberto arbeitet mit seinem Bruder, seiner Frau und jetzt auch mit seinem Sohn zusammen. Von anderen höre er immer wieder, dass so etwas ja niemals funktionieren könne. „Aber bei uns klappt das echt super“, freut Roberto sich. Das liegt vielleicht auch an den italienischen Wurzeln der Familie: „Gastfreundschaft und Zusammenhalt stehen bei uns ganz oben“, sagt Roberto überzeugt.

Ausbildung als Schwerpunkt des Betriebs

Und das kommt auch bei den Kunden an, ist er sich sicher: „Die merken einfach, dass hier nur Leute arbeiten, die jeden Morgen Bock haben, zur Arbeit zu kommen.“ Momentan habe das Geschäft fünf junge Menschen in der Ausbildung – ein weiterer Schwerpunkt des Familienbetriebs.

„Wir brauchen junge Leute, um uns weiterentwickeln zu können“, sagt der Friseur. So ist der Betrieb mittlerweile zum Beispiel auch auf Facebook und Instagram aktiv. „Auf die Idee wären wir ohne die jungen Kollegen vielleicht nicht gekommen“, meint er. Doch bei allen Neuerungen wolle die Familie das traditionelle Handwerk nicht vergessen.

Veränderungen in der Branche stören sie nicht

„Wir legen Wert darauf, dass der Anspruch der Branche im Zeitalter, in dem alles möglichst schnell gehen muss, nicht verloren geht“, sagt Roberto Paciello überzeugt. Das Schöne an seinem Beruf sei für ihn, jeden Tag mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun zu haben. „Wir möchten den Kunden einfach ein schönes Gefühl nach Hause mitgeben.“

Dass er und seine Mitarbeiter dafür von früh bis spät – oft auch an Feiertagen – in den beiden Läden stehen, stört Roberto nicht: „Ich empfinde das gar nicht als Belastung“, sagt er. Und auch negative Veränderungen in der Branche – Nachwuchsprobleme oder hoher Konkurrenzdruck – lasse die Familie kalt: „Wir ziehen unser Ding durch“, meint der Unternehmer gelassen.

Jubiläumsfest am Samstag

Und das tun sie offensichtlich mit Erfolg: Am Samstag wird das Jubiläum mit einem großen Fest gefeiert. Roberto freut sich darauf, mit seiner Familie, mit Freunden und Kunden zusammen zu sein und anzustoßen. Lächelnd schiebt er hinterher: „Und auf die nächsten 25 Jahre natürlich.“

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