Vereine in Langenberg

Förderverein will Netzwerk fürs Langenberg Festival knüpfen

Alle Konzerte des Langenberg Festivals 2019 fanden im Langenberger Bürgerhaus statt. In diesem Jahr weicht Organisatorin Nina Reddig (links) in die Vereinigte Gesellschaft (VG) aus.

Alle Konzerte des Langenberg Festivals 2019 fanden im Langenberger Bürgerhaus statt. In diesem Jahr weicht Organisatorin Nina Reddig (links) in die Vereinigte Gesellschaft (VG) aus.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Langenberg.  Seit etwas mehr als zwei Jahren gibt es einen Förderverein für das Langenberg Festival. Er soll mehr tun, als bloß Spendenquittungen auszustellen.

Das Langenberg Festival hat sich mittlerweile etabliert. Bereits zum sechsten Mal findet die Reihe in diesem Jahr statt – nach langem Zittern und trotz Corona. „Endlich wieder auf die Bühne, endlich wieder vor Publikum spielen“, freut sich Johannes Gehring – auch wenn er diesmal nicht dabei ist. Eine Termindoppelung ist dem 33-Jährigen dazwischen gekommen.

Gehring arbeitet rund um das Festival eng mit Organisatorin Nina Reddig zusammen, ist auch Co-Leiter der Festival-Akademie. Und ganz nebenbei sitzt er noch im Vorstand des Fördervereins, der das Festival unterstützen will.

Der Verein soll helfen, Netzwerke zu knüpfen

„Die Initiative zur Gründung ging von Nina aus“, blickt Gehring zurück. Das war 2018. „Dahinter steckten gleich mehrere Gedanken“, erläutert er die Hintergründe: „Da war zum einen der Wunsch nach Unterstützung: Es gab Leute, die wollten gerne spenden, aber nur ein Verein darf auch Spendenquittungen ausstellen.“

Zum anderen sollte der Verein netzwerken: Leute ansprechen, die das Festival unterstützen können, die die Veranstaltung bekannter machen. Und das ist schon ganz gut gelungen, findet Johannes Gehring: „Unsere Mitglieder sind weit gestreut, selbst aus der Eifel haben wir jemanden, der jedes Jahr zum Festival nach Langenberg kommt.“

Zahl der Mitglieder nimmt zu

Bei der Gründungsversammlung fanden sich immerhin schon 30 Interessierte zusammen, „inzwischen sind wir noch ein paar mehr geworden“, sagt Johannes Gehring. „Wir suchen auch weiter Leute, die sich dem Festival verbunden fühlen“, fährt er fort. „Die können dann wiederum Leute ansprechen und so wächst dann langsam aber sicher auch unser Stammpublikum.“

Die ganz klassische Aufgabe der Spendenverwaltung sei aber natürlich auch eine für den Förderverein. Denn auf finanzielle Unterstützung ist das Festival angewiesen – „für die Miete in den Veranstaltungshäusern und für die Künstler, für Werbematerial und auch für die Auslagen, die Nina Reddig als Organisatorin hat“, erläutert Johannes Gehring.

„Das Festival ist ja noch recht jung“, sagt Johannes Gehring, „und der Verein ist noch jünger. Da kann sich noch viel entwickeln.“ Zur Zeit arbeite man daran, „mehr Leute einzubinden“, sagt der 33-Jährige.

Festival 2020 startet am Donnerstag

Eine nächste Chance gibt es bereits in dieser Woche: Am Donnerstag startet die sechste Auflage des Festivals mit einer offenen Probe ab 19 Uhr in der Vereinigten Gesellschaft (VG) an der Hauptstraße 84. „Wir sind dieses Jahr umgezogen, weil die Umsetzung der Corona-Regeln in der VG einfacher zu handhaben ist“, erläutert Johannes Gehring.

Für das Bürgerhaus hätten Nina Reddig und er ein komplett neues Konzept auflegen müssen, etwa mit einem System für die Einlasskontrolle. „Und das wäre einfach zu aufwendig gewesen.“ Weiter im Programm geht es am 4. September ebenfalls um 19 Uhr: Texte von Schiller und dem bulgarischen Schriftsteller Radoj Ralin treten unter der Überschrift „Freiheit über alles lieben“ in den Dialog mit Beethovens Kreutzersonate sowie Tschaikowskis „Valse sentimental“.

Sonntag stehen zwei Veranstaltungen an

„Utopia“ ist der Abend des 5. September überschrieben: Ab 19 Uhr steht ein experimentelles Konzertformat mit Klezmer, neuer Musik und Improvisation, Jonglage und Tanz auf dem Programm. Zum Abschluss am 6. September gibt es zwei Veranstaltungen: Um 11.30 Uhr „Horizonte“ – ein Gedankenaustausch zu Themen des Festivals und darüber hinaus mit allen Künstlern. Und um 19 Uhr die „Geschichte vom Soldaten“: Das Werk von Strawinski bildet den Abschluss des Abends und wird in Triofassung mit Sprecher dargeboten.

„Dieses Jahr hat echt an unseren Nerven gezerrt“, beschreibt Gehring die Gefühlslage. „Wenn wir Donnerstag starten, mache ich drei Kreuze.“ Bis vor wenigen Wochen habe das ganze Festival auf der Kippe gestanden, „die Planbarkeit, die wir brauchen, hat in dieser Corona-Zeit einfach gefehlt.“

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